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Beitrag zu Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice) von Audrey, geschrieben am 22.06.2005:
Das mittelalterliche Venedig steht ganz im Zeichen des Handels, der so manchen Bürger reich gemacht hat. Juden dürfen daran jedoch nicht teilhaben, sie bewohnen ihr Ghetto, wo sie sich auf Geldgeschäfte konzentrieren, die ihrerseits den Christen verboten sind. So ist auch der jüdische Geldverleiher Shylock (Al Pacino) recht wohlhabend. Doch schon in der Eingangssequenz wird deutlich, daß ihn das nicht glücklich macht. Außerhalb des Ghettos durch eine rote Mütze als Jude erkennbar, wird er auf der Rialtobrücke angerempelt, beschimpft und vom angesehenen Händler Antonio (Jeremy Irons) bespuckt. Das nächste Zusammentreffen der beiden verläuft anders. Der junge Bassanio (Joseph Fiennes) ist ein sehr guter Freund Antonios. Er hat es auf die Gunst der schönen Portia (Lynn Collins) abgesehen, benötigt aber für die standesgemäße Werbung eine Summe von 3.000 Dukaten zur Ausstattung. Antonio möchte seinem Freund gerne helfen, ist aber gerade nicht flüssig, da er noch auf die Ankunft seiner Handelsschiffe wartet, so landet er beim jüdischen Geldverleiher. Sicher, daß das nächste Schiff jeden Moment einlaufen kann, läßt er sich auf einen dubiosen Vertrag ein, in dem Shylock auf Zinsen verzichtet, wenn er stattdessen ein Pfund Antonios Fleisches bekommt. Was Antonio nicht ahnt: Shylock sinnt auf Rache für all die Demütigungen, die er im Laufe seines Lebens über sich ergehen lassen mußte, und hat es auf Antonios Herz abgesehen...
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