2012 | Originaltitel: 2012 | Produktion: USA, Kanada 2009 | Dauer: 158 Minuten | Budget: 200 Mio. $ | Besucher: 2962
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 12.11.2009 | Starttermin, USA: 13.11.2009
Genres: Katastrophenfilm, Action, Drama, Sci-Fi, Thriller
Bewertungen: DiamondDog: 7.0 | cooltommy: 6.5 | dotdeguy: 6.5 | chifan: 6.0 | willtippin: 6.0 | ZONNEY: 5.0
Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 6.17 (6)
| Cast: | Crew: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Kurzkritik
„2 0 1 2“
Na also geht doch. Roland Emmerich ist wieder zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Nach dem etwas lauen „10.000 B.C.“ geht es in „2012“ in altbewährter Manier wieder richtig zur Sache. Alles wird plattgemacht. Mit Hilfe von Oscarpreisträger Volker Engel und Marc Weigert zerlegen sie gekonnt unseren Erdball. Bei den Mayas endet der Kalender am 21.12.2012. Diese Prophezeiung machten Roland Emmerich und Harald Kloser zu einem Drehbuch über den Weltuntergang.
Im Jahre 2009 reist der Wissenschaftler Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor) zu seinem indischen Kollegen Satnam Tsurutani (Jimi Mistry). Dieser hat eine fürchterliche Entdeckung gemacht. Die Erdwärme steigt bedrohlich an und als Folge wird es zu einer weltweiten Katastrophe kommen. Helmsley informiert den Berater des amerikanischen Präsidenten Carl Anheuser (Oliver Platt).
Präsident Wilson (Danny Glover) regt einen geheimen Katastrophenplan an, an dem alle Regierungen beteiligt sind. Der sieht aber nur die Rettung von wenigen Menschen vor. Zur gleichen Zeit macht Jackson Curtis (John Cusack) mit seinen beiden Kindern Urlaub im Yellowstonepark. Aber wo früher einmal ein kleiner See war, steht jetzt jede Menge Militär und technisches Gerät.
Was sich dahinter verbirgt, erfahren sie von dem etwas verschrobenen Wissenschaftler Charlie Frost (Woody Harrelson). Er sieht das Ende der Welt und berichtet darüber live in einem eigenen Radiosender. Doch Curtis nimmt ihn zunächst nicht ernst. Erst als seine geschiedene Frau Kate (Amanda Peet) ihm berichtet das in L.A. die Straßen aufbrechen, weiß er es ist höchste Zeit sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen.
Eine abenteuerliche Flucht vor der Naturkatastrophe beginnt. Ziel ist das Hochland in China. Charlie Frost hat ihm Pläne überlassen aus denen hervorgeht, dass heimlich mehrere Archen gebaut wurden. Diese sind aber bloß für eine kleine Elite von Menschen vorgesehen. Werden sie ihr Ziel erreichen und überleben?
Nach „Independence Day“ 1996 und „The Day After Tomorrow“ 2004 inszeniert Roland Emmerich ein Katastrophen Szenario, das man so noch nicht auf der Leinwand gesehen hat. Spektakuläre Spezialeffekte und eine großartige visuelle Umsetzung machen diese Geschichte zu einem spannenden Kinoerlebnis. Emmerich selbst hat jetzt aber genug von Desastermovies. Sein nächster Filmstoff, erzählte er in einem Interview, wird ein Thriller über William Shakespeare sein. Man darf gespannt sein.
158 Minuten – grandiose Bilder vom Ende der Welt.
Ab 12. November 2009 im KINO.
Na also geht doch. Roland Emmerich ist wieder zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Nach dem etwas lauen „10.000 B.C.“ geht es in „2012“ in altbewährter Manier wieder richtig zur Sache. Alles wird plattgemacht. Mit Hilfe von Oscarpreisträger Volker Engel und Marc Weigert zerlegen sie gekonnt unseren Erdball. Bei den Mayas endet der Kalender am 21.12.2012. Diese Prophezeiung machten Roland Emmerich und Harald Kloser zu einem Drehbuch über den Weltuntergang.
Im Jahre 2009 reist der Wissenschaftler Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor) zu seinem indischen Kollegen Satnam Tsurutani (Jimi Mistry). Dieser hat eine fürchterliche Entdeckung gemacht. Die Erdwärme steigt bedrohlich an und als Folge wird es zu einer weltweiten Katastrophe kommen. Helmsley informiert den Berater des amerikanischen Präsidenten Carl Anheuser (Oliver Platt).
Präsident Wilson (Danny Glover) regt einen geheimen Katastrophenplan an, an dem alle Regierungen beteiligt sind. Der sieht aber nur die Rettung von wenigen Menschen vor. Zur gleichen Zeit macht Jackson Curtis (John Cusack) mit seinen beiden Kindern Urlaub im Yellowstonepark. Aber wo früher einmal ein kleiner See war, steht jetzt jede Menge Militär und technisches Gerät.
Was sich dahinter verbirgt, erfahren sie von dem etwas verschrobenen Wissenschaftler Charlie Frost (Woody Harrelson). Er sieht das Ende der Welt und berichtet darüber live in einem eigenen Radiosender. Doch Curtis nimmt ihn zunächst nicht ernst. Erst als seine geschiedene Frau Kate (Amanda Peet) ihm berichtet das in L.A. die Straßen aufbrechen, weiß er es ist höchste Zeit sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen.
Eine abenteuerliche Flucht vor der Naturkatastrophe beginnt. Ziel ist das Hochland in China. Charlie Frost hat ihm Pläne überlassen aus denen hervorgeht, dass heimlich mehrere Archen gebaut wurden. Diese sind aber bloß für eine kleine Elite von Menschen vorgesehen. Werden sie ihr Ziel erreichen und überleben?
Nach „Independence Day“ 1996 und „The Day After Tomorrow“ 2004 inszeniert Roland Emmerich ein Katastrophen Szenario, das man so noch nicht auf der Leinwand gesehen hat. Spektakuläre Spezialeffekte und eine großartige visuelle Umsetzung machen diese Geschichte zu einem spannenden Kinoerlebnis. Emmerich selbst hat jetzt aber genug von Desastermovies. Sein nächster Filmstoff, erzählte er in einem Interview, wird ein Thriller über William Shakespeare sein. Man darf gespannt sein.
158 Minuten – grandiose Bilder vom Ende der Welt.
Ab 12. November 2009 im KINO.
Kurzkritik
Klassische Katastrophenfilme sind im Kino inzwischen zur Seltenheit geworden. Mit seinem neuen Film "2012" beweist Regisseur Roland Emmerich jedoch, dass dieses Genre noch immer einen gewissen Reiz hat - auch wenn Handlung und Figuren in dem visuell atemberaubenden Apokalypseszenario schnell zur Nebensache werden.
Eine Limousine rast in Schlangenlinien durch Los Angeles. Knapp dahinter versinken ganze Wohngebiete und Gebäudekomplexe buchstäblich im Boden. Unmittelbar davor fallen immer wieder Trümmerteile und Autos auf die Straße - oder vielmehr das, was davon übrig geblieben ist. Am Steuer des Wagens sitzt der Familienvater Jackson Curtis (John Cusack). Er will seine beiden Kinder Lilly (Morgan Lily) und Noah (Liam James), seine Exfrau Kate (Amanda Peet) und ihren neuen Lover Gordon (Thomas McCarthy) um jeden Preis retten. Dazu müssen sie so schnell wie möglich zum Flughafen gelangen, um von dort mit einer kleinen Maschine in sichere Höhe zu entkommen. Denn von den Landmassen Kaliforniens ist inzwischen nicht mehr viel übrig...
Diese Sequenz aus dem ersten Drittel des Films gehört mit zum Spektakulärsten, was es in den vergangenen Jahren im Actionkino zu sehen gab. Roland Emmerich wird auch mit "2012" seinem Spitznamen "Master of Disaster" gerecht und lässt nahezu jede denkbare Naturkatastrophe über die Welt hereinbrechen: Vulkanausbrüche, Feuerinfernos, Erdbeben, tektonische Plattenverschiebungen, Tsunamis und damit einhergehende Überschwemmungen. Die Qualität der wirklich gigantischen Spezialeffekte erreicht dabei an vielen Stellen eine neue Dimension an Authentizität - und genau das ist der große Pluspunkt des Films. Denn die eigentliche Story dient lediglich dazu, die einzelnen Zerstörungsszenen halbwegs sinnvoll aneinander zu reihen.
2009 erfährt der Wissenschaftler Dr. Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor) von einem Freund, dass die Welt bald untergehen wird. Gewaltige Sonneneruptionen heizen nämlich den Erdkern auf, was langfristig zu globalen Katastrophen führt. Helmsley gibt diese Information an Carl Anheuser (Oliver Platt) weiter, den Berater von US-Präsident Thomas Wilson (Danny Glover). Die Regierungen der größten Staaten erarbeiten daraufhin einen streng geheimen Rettungsplan für die gesellschaftliche Elite. Als im Jahr 2012 dann das prophezeite Ende der Welt eintritt, erfährt Jackson von dieser Maßnahme. Zusammen mit seiner Familie flieht er vor den apokalyptischen Auswirkungen der Erdkernerwärmung - in der Hoffnung, für sie ebenfalls einen Platz in der Schutzeinrichtung zu ergattern, von der er eigentlich nichts wissen dürfte.
Natürlich sollte ein Katastrophenfilm hauptsächlich durch seine Schauwerte überzeugen - das gelingt "2012" auch ohne Zweifel. Aber egal wie bombastisch und bahnbrechend die Action hier auch sein mag, dem Film fehlt es mit zunehmendem Verlauf an Seele und vor allem einer Aussage. Die Figuren sind alle recht konturlos gehalten und geben bestenfalls pseudophilosophische Weltuntergangsweisheiten von sich, die man schon zur Genüge - und meistens sogar sehr viel besser - in vergleichbaren Filmen gehört hat. Während in Emmerichs "The Day After Tomorrow" (2004) wenigstens noch eine Ökobotschaft und ein wenig Gesellschaftskritik enthalten waren, sucht man solche Aspekte bei "2012" vergebens.
Obwohl einen der Film - bezogen auf das Visuelle - immer wieder ins Staunen versetzt, kommt spätestens im letzten Drittel das Gefühl auf, dass man das doch alles schon mal gesehen hat. Zwar nicht unbedingt in dieser Größenordnung, aber strukturell. "2012" wirkt wie eine Mischung von Emmerichs bisherigen Werken und Versatzstücken aus den Katastrophenszenarien "Dante's Peak" (1997), "Volcano" (1997), "Deep Impact" (1998) und "Poseidon" (2006). Und auch die Figurenkonstellationen sind nicht unbedingt sehr innovativ. Es gibt den geschiedenen Vater Jackson, der sich in einer Ausnahmesituation gemeinsam mit seiner Exfrau Kate und den Kindern auf der Flucht befindet. Tja, wie das wohl ausgeht? Dass ganz nebenbei noch Kates neuer Geliebter zusammen mit der Familie unterwegs ist, macht ja nichts. In einem Katastrophenfilm lässt sich dieses kleine "Problem" drehbuchtechnisch recht umkompliziert lösen.
Für unfreiwillige Komik sorgt eine Szene, in der Tiere an Hubschraubern hängend in Sicherheit gebracht werden. Klar, bei solchen Filmen sollte man nicht mit Logik kommen, aber wenn Elefanten fröhlich baumelnd über den Himalaya fliegen, dann geht das doch etwas zu weit. Selbst Dumbo und Reinhold Messner würden das nicht ohne Sauerstoffmaske schaffen.
Positiv hingegen fällt das sehr gute Darstellerensemble auf. John Cusack ("Identität"), Amanda Peet ("Syriana"), Thandie Newton ("L.A. Crash") und Oliver Platt ("Frost/Nixon") machen ihre Sache recht ordentlich. Sie spielen zwar nicht besonders überragend, aber dennoch sehr solide - und holen aus ihren Figuren raus, was möglich ist. Einziges wirkliches Highlight bei den Schauspielern ist Woody Harrelson ("No Country for Old Men") als Piratensender-Moderator Charlie Frost.
Fazit: Ein typischer Roland-Emmerich-Streifen und ein Muss für alle Actionfans: "2012" überzeugt mit bombastischen Effekten und spektakulären Weltuntergangsszenarien - die Defizite in der Handlung und Figurenausarbeitung trüben den Filmgenuss zum Ende hin aber deutlich.
Eine Limousine rast in Schlangenlinien durch Los Angeles. Knapp dahinter versinken ganze Wohngebiete und Gebäudekomplexe buchstäblich im Boden. Unmittelbar davor fallen immer wieder Trümmerteile und Autos auf die Straße - oder vielmehr das, was davon übrig geblieben ist. Am Steuer des Wagens sitzt der Familienvater Jackson Curtis (John Cusack). Er will seine beiden Kinder Lilly (Morgan Lily) und Noah (Liam James), seine Exfrau Kate (Amanda Peet) und ihren neuen Lover Gordon (Thomas McCarthy) um jeden Preis retten. Dazu müssen sie so schnell wie möglich zum Flughafen gelangen, um von dort mit einer kleinen Maschine in sichere Höhe zu entkommen. Denn von den Landmassen Kaliforniens ist inzwischen nicht mehr viel übrig...
Diese Sequenz aus dem ersten Drittel des Films gehört mit zum Spektakulärsten, was es in den vergangenen Jahren im Actionkino zu sehen gab. Roland Emmerich wird auch mit "2012" seinem Spitznamen "Master of Disaster" gerecht und lässt nahezu jede denkbare Naturkatastrophe über die Welt hereinbrechen: Vulkanausbrüche, Feuerinfernos, Erdbeben, tektonische Plattenverschiebungen, Tsunamis und damit einhergehende Überschwemmungen. Die Qualität der wirklich gigantischen Spezialeffekte erreicht dabei an vielen Stellen eine neue Dimension an Authentizität - und genau das ist der große Pluspunkt des Films. Denn die eigentliche Story dient lediglich dazu, die einzelnen Zerstörungsszenen halbwegs sinnvoll aneinander zu reihen.
2009 erfährt der Wissenschaftler Dr. Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor) von einem Freund, dass die Welt bald untergehen wird. Gewaltige Sonneneruptionen heizen nämlich den Erdkern auf, was langfristig zu globalen Katastrophen führt. Helmsley gibt diese Information an Carl Anheuser (Oliver Platt) weiter, den Berater von US-Präsident Thomas Wilson (Danny Glover). Die Regierungen der größten Staaten erarbeiten daraufhin einen streng geheimen Rettungsplan für die gesellschaftliche Elite. Als im Jahr 2012 dann das prophezeite Ende der Welt eintritt, erfährt Jackson von dieser Maßnahme. Zusammen mit seiner Familie flieht er vor den apokalyptischen Auswirkungen der Erdkernerwärmung - in der Hoffnung, für sie ebenfalls einen Platz in der Schutzeinrichtung zu ergattern, von der er eigentlich nichts wissen dürfte.
Natürlich sollte ein Katastrophenfilm hauptsächlich durch seine Schauwerte überzeugen - das gelingt "2012" auch ohne Zweifel. Aber egal wie bombastisch und bahnbrechend die Action hier auch sein mag, dem Film fehlt es mit zunehmendem Verlauf an Seele und vor allem einer Aussage. Die Figuren sind alle recht konturlos gehalten und geben bestenfalls pseudophilosophische Weltuntergangsweisheiten von sich, die man schon zur Genüge - und meistens sogar sehr viel besser - in vergleichbaren Filmen gehört hat. Während in Emmerichs "The Day After Tomorrow" (2004) wenigstens noch eine Ökobotschaft und ein wenig Gesellschaftskritik enthalten waren, sucht man solche Aspekte bei "2012" vergebens.
Obwohl einen der Film - bezogen auf das Visuelle - immer wieder ins Staunen versetzt, kommt spätestens im letzten Drittel das Gefühl auf, dass man das doch alles schon mal gesehen hat. Zwar nicht unbedingt in dieser Größenordnung, aber strukturell. "2012" wirkt wie eine Mischung von Emmerichs bisherigen Werken und Versatzstücken aus den Katastrophenszenarien "Dante's Peak" (1997), "Volcano" (1997), "Deep Impact" (1998) und "Poseidon" (2006). Und auch die Figurenkonstellationen sind nicht unbedingt sehr innovativ. Es gibt den geschiedenen Vater Jackson, der sich in einer Ausnahmesituation gemeinsam mit seiner Exfrau Kate und den Kindern auf der Flucht befindet. Tja, wie das wohl ausgeht? Dass ganz nebenbei noch Kates neuer Geliebter zusammen mit der Familie unterwegs ist, macht ja nichts. In einem Katastrophenfilm lässt sich dieses kleine "Problem" drehbuchtechnisch recht umkompliziert lösen.
Für unfreiwillige Komik sorgt eine Szene, in der Tiere an Hubschraubern hängend in Sicherheit gebracht werden. Klar, bei solchen Filmen sollte man nicht mit Logik kommen, aber wenn Elefanten fröhlich baumelnd über den Himalaya fliegen, dann geht das doch etwas zu weit. Selbst Dumbo und Reinhold Messner würden das nicht ohne Sauerstoffmaske schaffen.
Positiv hingegen fällt das sehr gute Darstellerensemble auf. John Cusack ("Identität"), Amanda Peet ("Syriana"), Thandie Newton ("L.A. Crash") und Oliver Platt ("Frost/Nixon") machen ihre Sache recht ordentlich. Sie spielen zwar nicht besonders überragend, aber dennoch sehr solide - und holen aus ihren Figuren raus, was möglich ist. Einziges wirkliches Highlight bei den Schauspielern ist Woody Harrelson ("No Country for Old Men") als Piratensender-Moderator Charlie Frost.
Fazit: Ein typischer Roland-Emmerich-Streifen und ein Muss für alle Actionfans: "2012" überzeugt mit bombastischen Effekten und spektakulären Weltuntergangsszenarien - die Defizite in der Handlung und Figurenausarbeitung trüben den Filmgenuss zum Ende hin aber deutlich.
Kurzkritik
Hier nun meine, leider sehr verspätete, Kritik
Roland Emmerich tobt sich in einem Genre aus, das in den 70er Jahren, durch massiertes Auftreten seinen Namen erhielt.
Initialzünder für den „Katastrophenfilm“ war ohne Zweifel Irvin Allen(1916-1991), ein Filmproduzent und Regisseur, der auch TV-Serien ("Time Tunnel/1966") lancierte. Orientiert an historischen Beiträgen (u.a. „Titanic/1930 oder „San Francisco/1936), bot der Mann dem zahlenden Publikum monumentale Zerstörungsorgien, in denen das Szenario allerdings kaum einmal Platz für neue Ideen ließ. Der in seinen Vorgaben recht eingeengte Plot führt stark unterschiedliche Charaktere, als Überlebende einer Feuersbrunst oder anderer (Natur)gewalten zusammen, die schlussendlich doch nur teilweise das abschliessende Chaos überleben werden. Dabei ist der Held selbstredend ein Kerl, der alles weiss, der alles kann und vor allem, fast immer, ein Durchschnittstyp. Deshalb hat er dann auch den Bonus des Publikums auf seiner Seite, das ihn gerettet sehen will. Das soetwas nicht immer gelingen kann, zeigte Allen gleich in seinem ersten Kracher „Die Höllenfahrt der Poseidon/Das Poseidon-Inferno/1972), in dem Gene Hackman zu guter Letzt auch noch den Opfertod starb. Gleich im nächsten Streich, „Flammendes Inferno/1974" durfte Paul Newman alles wieder richten und, als rettender Strahlemann, sogar eine Hochaus-Feuersbrunst überleben.
Diese beiden Streifen waren megaerfolgreich, während Allens „Poseidon-Fortsetzung“ „Jagd auf die Poseidon/1978" und sein Inseldeasaster „Der Tag an dem die Welt unterging/1980“ kaum noch Kasse machten.
Zwischendurch sprangen andere Cleverles auf den fahrenden Katastrophenzug, um selber abzusahnen. Der unvermeidbare Charlton Heston gab in Mark Robsons „Erdbeben/1974“ den Lebensretter, um dann, wie zuvor Kollege Hackman, doch in die "Grube zu hüpfen". 1979 fand sich Ex-Bond Sean Connery in einem Durchfaller mit dem Titel „Meteor“ wieder.
Im inovativen Effektekino der 90er lies James Cameron die „Titanic/97“ ,recht aufwendig, erneut absaufen, und mindestens zweimal musste unser Heimatplanet seiner Vernichtung ("Armaggedon" /"Deep Impact"- beide 1998) entgegensehen..
Kein Wunder, dass ein solches Konzept auch in den letzten Jahren für die unzähligen Blockbusterfans verbraten wird, lässt sich doch durch den Einsatz massiver Computereffekte so ziemlich alles darstellen.
2004 hat der Sindelfingener „Spielberg“ Roland Emmerich den blauen Planeten in „The Day After Tomorrow“ schon einmal verschrottet, und nun gedenkt er, das Weltenende einem dankbaren Popcorn-Kinopublikum erneut anzudrehen. Dieses Kalkül geht offensichtlich voll auf.
Den FX-verliebten Schwaben schert deshalb auch kaum, dass seine Ideen eigentlich nicht wirklich neu sind, das Ergebnis ist halt etwas endgültiger, nur ein einziger Kontinent entgeht dem globalen Inferno.
Man muss dennoch wohl zugeben, dass diese Weltuntergangs-Show perfekt in Szene gesetzt wurde. Dabei ist der Verzicht auf zugkräftiges Personal auch hier zu bemerken, immerhin setzt der Deasastermaster seinen einzigen wirklichen Star, Mr. PC, bereits flächendeckend ein. Selbst Danny Glover hat schon bessere Zeiten gesehen („Lethal Weapon 1-4") und muss sich in diesem Werk, als US-Präsident, überzogenem Pathos hingeben. Davon gibt es wieder einmal mehr als genug. So etwas kennen wir bereits vom Meister Emmerich, der diese Formel spätestens seit „Independence Day/1997“ bis zum Erbrechen exerziert. Es muss niemanden überraschen, dass in dieser xten Katastrophen-Reprise John Cusack ("Zimmer 1408/07") einen erfolglosen Schriftsteller mimt, der zum Helden und damit zur Indentifikationsfigur für die zahlende Klientel wird. Derartiges ist seit Anbeginn fester Bestandteil solcher Movies, ebenso der Einsatz verdienter Altstars wie jetzt eben George Segal, als Jazzmusiker Tony Delgato.
Diese merkwürdige Lust an beständiger Wiederholung ist dabei vielleicht weniger Übel, als die Tatsache, dass der gute Roland diesen Stoff als Eigeninput verkaufen will. Weit gefehlt, denn 1951 gab es im Kino bereits einen Stoff, der gewaltige Ähnlichkeiten aufweist. „Der jüngste Tag“ (When Worlds Collide), unter der Ägide von George Pal ([1908-1980]“Die Zeitmaschine/1960“), unterscheidet sich in der Dramaturgie nur in wenigen Punkten von dem, was wir jetzt sehen dürfen. In diesem Klassiker steht das Ende durch die Kollision mit einem anderen Planetoiden bevor. Es werden Raumschiffe gebaut, um wenigstens einen kleinen Teil der Menschheit zu retten.
Na, kommt uns das bekannt vor? Aber sicher, Roland Emmerich, varriert die Story ein bisserl und bemüht stattdessen die Zählung des Mayakalenders. Schlussendlich ersetzt er die Raumschiffe, naheliegend, durch U-Boote, that’s it…
Unterm Strich bleibt dann eigentlich nicht viel mehr als ein grandioser Effekterausch, den der Director abliefert, ohne einen spannenden Plot zu bieten. Durchschaubar ist das Brachialding allemal, die erzwungene Botschaft eben auch.,,
"Alles wird gut, auch wenn uns das Wasser bis zum Hals steht...."
Nun heisst es abwarten, was als Nächstes kommt. Noch isser ja nicht ganz von hinnen, der marode blaue Planet. Da geht doch noch was......
Roland Emmerich tobt sich in einem Genre aus, das in den 70er Jahren, durch massiertes Auftreten seinen Namen erhielt.
Initialzünder für den „Katastrophenfilm“ war ohne Zweifel Irvin Allen(1916-1991), ein Filmproduzent und Regisseur, der auch TV-Serien ("Time Tunnel/1966") lancierte. Orientiert an historischen Beiträgen (u.a. „Titanic/1930 oder „San Francisco/1936), bot der Mann dem zahlenden Publikum monumentale Zerstörungsorgien, in denen das Szenario allerdings kaum einmal Platz für neue Ideen ließ. Der in seinen Vorgaben recht eingeengte Plot führt stark unterschiedliche Charaktere, als Überlebende einer Feuersbrunst oder anderer (Natur)gewalten zusammen, die schlussendlich doch nur teilweise das abschliessende Chaos überleben werden. Dabei ist der Held selbstredend ein Kerl, der alles weiss, der alles kann und vor allem, fast immer, ein Durchschnittstyp. Deshalb hat er dann auch den Bonus des Publikums auf seiner Seite, das ihn gerettet sehen will. Das soetwas nicht immer gelingen kann, zeigte Allen gleich in seinem ersten Kracher „Die Höllenfahrt der Poseidon/Das Poseidon-Inferno/1972), in dem Gene Hackman zu guter Letzt auch noch den Opfertod starb. Gleich im nächsten Streich, „Flammendes Inferno/1974" durfte Paul Newman alles wieder richten und, als rettender Strahlemann, sogar eine Hochaus-Feuersbrunst überleben.
Diese beiden Streifen waren megaerfolgreich, während Allens „Poseidon-Fortsetzung“ „Jagd auf die Poseidon/1978" und sein Inseldeasaster „Der Tag an dem die Welt unterging/1980“ kaum noch Kasse machten.
Zwischendurch sprangen andere Cleverles auf den fahrenden Katastrophenzug, um selber abzusahnen. Der unvermeidbare Charlton Heston gab in Mark Robsons „Erdbeben/1974“ den Lebensretter, um dann, wie zuvor Kollege Hackman, doch in die "Grube zu hüpfen". 1979 fand sich Ex-Bond Sean Connery in einem Durchfaller mit dem Titel „Meteor“ wieder.
Im inovativen Effektekino der 90er lies James Cameron die „Titanic/97“ ,recht aufwendig, erneut absaufen, und mindestens zweimal musste unser Heimatplanet seiner Vernichtung ("Armaggedon" /"Deep Impact"- beide 1998) entgegensehen..
Kein Wunder, dass ein solches Konzept auch in den letzten Jahren für die unzähligen Blockbusterfans verbraten wird, lässt sich doch durch den Einsatz massiver Computereffekte so ziemlich alles darstellen.
2004 hat der Sindelfingener „Spielberg“ Roland Emmerich den blauen Planeten in „The Day After Tomorrow“ schon einmal verschrottet, und nun gedenkt er, das Weltenende einem dankbaren Popcorn-Kinopublikum erneut anzudrehen. Dieses Kalkül geht offensichtlich voll auf.
Den FX-verliebten Schwaben schert deshalb auch kaum, dass seine Ideen eigentlich nicht wirklich neu sind, das Ergebnis ist halt etwas endgültiger, nur ein einziger Kontinent entgeht dem globalen Inferno.
Man muss dennoch wohl zugeben, dass diese Weltuntergangs-Show perfekt in Szene gesetzt wurde. Dabei ist der Verzicht auf zugkräftiges Personal auch hier zu bemerken, immerhin setzt der Deasastermaster seinen einzigen wirklichen Star, Mr. PC, bereits flächendeckend ein. Selbst Danny Glover hat schon bessere Zeiten gesehen („Lethal Weapon 1-4") und muss sich in diesem Werk, als US-Präsident, überzogenem Pathos hingeben. Davon gibt es wieder einmal mehr als genug. So etwas kennen wir bereits vom Meister Emmerich, der diese Formel spätestens seit „Independence Day/1997“ bis zum Erbrechen exerziert. Es muss niemanden überraschen, dass in dieser xten Katastrophen-Reprise John Cusack ("Zimmer 1408/07") einen erfolglosen Schriftsteller mimt, der zum Helden und damit zur Indentifikationsfigur für die zahlende Klientel wird. Derartiges ist seit Anbeginn fester Bestandteil solcher Movies, ebenso der Einsatz verdienter Altstars wie jetzt eben George Segal, als Jazzmusiker Tony Delgato.
Diese merkwürdige Lust an beständiger Wiederholung ist dabei vielleicht weniger Übel, als die Tatsache, dass der gute Roland diesen Stoff als Eigeninput verkaufen will. Weit gefehlt, denn 1951 gab es im Kino bereits einen Stoff, der gewaltige Ähnlichkeiten aufweist. „Der jüngste Tag“ (When Worlds Collide), unter der Ägide von George Pal ([1908-1980]“Die Zeitmaschine/1960“), unterscheidet sich in der Dramaturgie nur in wenigen Punkten von dem, was wir jetzt sehen dürfen. In diesem Klassiker steht das Ende durch die Kollision mit einem anderen Planetoiden bevor. Es werden Raumschiffe gebaut, um wenigstens einen kleinen Teil der Menschheit zu retten.
Na, kommt uns das bekannt vor? Aber sicher, Roland Emmerich, varriert die Story ein bisserl und bemüht stattdessen die Zählung des Mayakalenders. Schlussendlich ersetzt er die Raumschiffe, naheliegend, durch U-Boote, that’s it…
Unterm Strich bleibt dann eigentlich nicht viel mehr als ein grandioser Effekterausch, den der Director abliefert, ohne einen spannenden Plot zu bieten. Durchschaubar ist das Brachialding allemal, die erzwungene Botschaft eben auch.,,
"Alles wird gut, auch wenn uns das Wasser bis zum Hals steht...."
Nun heisst es abwarten, was als Nächstes kommt. Noch isser ja nicht ganz von hinnen, der marode blaue Planet. Da geht doch noch was......
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