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Zufallsbeitrag
Beitrag zu About Schmidt von tuennes, geschrieben am 16.04.2003:
Die erste Szene des Filmes sagt eigentlich schon alles: Warren Schmidt (Jack Nicholson) sitzt trübsinnig und resigniert in seinem schon halb geräumten, trostlosen Versicherungsbüro und fixiert die unaufhaltsam Richtung Ruhestand vorantickende Bürouhr. Er ist ein Niemand. Schon jahrelang. - Doch erst jetzt scheint er es zu bemerken...
"About Schmidt" ist kein Plot orientierter Film sondern eine Charakterstudie eines Mannes. Bei einem Ruheständler fast zwangsläufig führt dies zu einem ruhigen Film. Warum hier im Forum einige dies dem Film anlasten, kann ich nicht verstehen, da Inhalt und äußere Form des Filmes für mich fast perfekt harmonieren. Und wer Jack Nicholson auf Rollen wie die in Shining reduziert, der hat noch nicht viel von einem der IMO besten Schauspieler weltweit gesehen.
Sicher ist in "About Schmidt" viel Brisanz der Romanvorlage von Louis Begley verlorengegangen, da Payne aus Schmidt einen Sympatieträger macht, wo im Roman eine äußerst zwiespältige Figur - z.B. ein Antisemit - zu finden ist.
Trotzallem ein (heutzutage) ungewöhnlicher und ruhiger Film, der Nicholson zu Recht eine Oscar-Nominierung einbrachte.
Ach ja: Schon mit der oben stehenden Genre-Einordnung kann ich mich nicht anfreunden. "About Schmidt" ist IMO eine Charakterstudie, vielleicht noch so gerade eine klassische tragische Komödie, aber bestimmt kein Amerikafilm (er handelt nur von Schmidt), kein Drama (da er nicht dramatisch ist) und sicher auch keine einfache Komödie.
... und falls diese Kurzkritik etwas pissig klingt, dann liegt das daran, dass mein Filmposter-Archiv bei Strato heute in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist... :-(
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