Die ersten Bilder, Berichte und der Trailer lassen auf einen wirklich spektakulären und fulminanten Action-Thriller hoffen, bei dem auch die Charakterzeichnung und das Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Figuren nicht zu kurz kommen.
Als bekennender Tom-Cruise-Fan und Liebhaber der Serie "In geheimer Mission" (1988-1990) war ich von den ersten beiden "Mission: Impossible"-Teilen schon ziemlich begeistert, und nun hat auch noch der Erfinder von "ALIAS", einer meiner absoluten Lieblingsserien, die Inszenierung für den dritten Teil übernommen: J.J. Abrams! Nach den beiden namhaften Regisseuren Brian De Palma und John Woo, die in die "Mission: Impossible"-Filme bereits ihren individuellen Stil eingebracht haben, wird sicher auch Abrams der Reihe viele neue Aspekte abgewinnen können. Mit "ALIAS" hat er ja schon bewiesen, wie gut sich Action, Drama, Spannung, Emotionalität und komplexe Figurenkonstellationen zu einem stimmigen und mitreißenden Ganzen vereinen lassen, und außerdem bekommt er auch hier bei "Mission: Impossible III" wieder die Unterstützung der beiden Drehbuchautoren Alex Kurtzman und Roberto Orci, die der Serie "ALIAS" durch ihre hervorragenden Skripts bereits zu zahlreichen erstklassigen Episoden verholfen haben.
Und ebenso wie schon bei den Vorgängern kann sich auch hier das Ensemble sehen lassen: Neben Tom Cruise und Ving Rhames sind unter anderem noch der frischgebackene Oscar-Preisträger Philip Seymor Hoffman ("Capote"), Laurence Fishburne ("Matrix"), Jonathan Rhys-Meyers ("Match Point"), Michelle Monaghan ("Mr. & Mrs. Smith"), Sasha Alexander ("Dawson's Creek") und Greg Grunberg ("ALIAS") mit von der Partie.
Einen kleinen Vorgeschmack auf den Film gibt das folgende Statement von J.J. Abrams (abgedruckt in der "CINEMA", Ausgabe 05/06, S. 20):
"Als ich zu dem Projekt stieß [...] schlug ich vor, inhaltlich bei null zu beginnen und den Blick darauf zu schärfen, wer dieser Spion Ethan Hunt als menschliches Wesen überhaupt ist. Wir schrieben eine Story, die auf seinen Ängsten und Gefühlen aufbaut, und ließen im Skript leere Seiten, wann immer eine Actionsequenz anstand. Zu viele dieser Turbothriller wirken, als hätten sich die besten Stuntleute der Stadt zusammengetan, um sich die unmöglichsten Verfolgungsjagden auszudenken, neben denen die Figuren völlig untergehen. Natürlcih ist auch unser Ziel reines Entertainment. Doch ich orientiere mich an Vorbildern wie 'Der weiße Hai', 'Alien' oder 'Stirb langsam'. Das waren Filme, deren streng genommen unglaubliche Geschichten nur funktionierten, weil ihre Protagonisten in jeder Sekunde glaubwürdig waren. Und natürlich konnten wir die Realität, in der wir leben, nicht außer Acht lassen. 'M:i:III' spielt in der Welt von Geheimdiensten, zu denen wir alle inzwischen ein Verhältnis des Misstrauens haben, in einem Klima globaler Angst. Unser Film berücksichtigt all diese Faktoren. Und ich kann versprechen, dass er düsterer ist, als irgendjemand da draußen erwartet. Für manche fast zu düster, fürchte ich ..."