Plakat Die Purpurnen FlüsseDie Purpurnen Flüsse | Originaltitel: Les Rivières pourpres | Produktion: Frankreich 2001 | Dauer: 105 Minuten | Besucher: 19636
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 19.04.2001
Genres: Kriminalfilm, Thriller
Bewertungen: salvator: 9.5 | DiamondDog: 9.0 | Kathybabe: 9.0 | Sebenika: 8.5 | Kai: 8.5 | Knippser: 8.5 | earny: 8.5 | Mori: 8.5 | daniel: 8.5 | ti-do: 8.0 | clemi: 8.0 | j.warrior: 8.0 | UHU: 8.0 | alliance1979: 8.0 | chifan: 8.0 | cooltommy: 8.0 | thorsten: 8.0 | Peti: 8.0 | dotdeguy: 7.5 | Franky: 7.5 | Sebi: 7.0 | ZONNEY: 7.0 | Sandmann: 6.5 | Kochi: 6.5 | Paxton: 6.0 | RobGordon: 5.5

Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 7.85 (26)

Cast: Crew:
Jean RenoPierre Niemans
Vincent CasselLieutenant Max Kerkéria
Nadia FarèsFanny Ferreira
Dominique SandaSchwester Andrée
Karim BelkhadraCaptain Dahmane
Regisseur
Mathieu Kassovitz
Filmmusik
Bruno Coulais
Drehbuch
Mathieu Kassovitz
Jean-Christophe Grangé
Buch
Jean-Christophe Grangé




Autor: Kai | 27.01.2002 - 01:56:36
Kurzkritik
In einem Französischem Alpendorf werden grausam zugerichtete Leichen gefunden. Polizeilegende Commissaire Pierre Niémans (Jean Reno) ist aus Paris angereist um die lokale Polizei bei der Untersuchung in dem Dorf mit einer berühmten Elite-Universität zu unterstützen. Bei der Untersuchung der Morde trifft er einerseits auf die Bergsteigerin Fanny Fereira (Nadia Farès) die ihm hilft sich in der abgeschotteten und elitären Gemeinschaft der Universität zurechtzufinden und er trifft auf Lieutenant Max Kerkérian (Vincent Cassel) der eigentlich ein anderes Verbrechen untersucht, dessen Wege sich aber schnell mit Niémans kreuzen.

Vor dem wunderschönen Hintergrund der französichen Alpen spielt sich hier ein Krimi-Drama allererster Güte ab. Langsam, mit jedem zusätzlichem Mord ergibt sich ein immer besseres Bild der Lage, die Puzzlestücke fügen sich zu einem ganzen. Jean Reno darf wieder einmal als schweigsamer Eigenbrötler glänzen und auch Vincent Cassel macht seine Sache ziemlich gut. Auch die Technik, hinter dem Film ist erste Sahne; unterstützt von passender Musik schaffen die (meist düsteren) Bilder des Alpentals eine eigene Athmossphäre und einen durchlaufenden Spannungsbogen.
Bis auf das Ende gibt es wenig auszusetzen an diesem gelungenen französischen Film
Autor: salvator | 21.12.2003 - 18:06:38
Kurzkritik
Und wieder ein Französischer Knaller



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Sebi: Kommentar erstellt am: 27.01.2002 - 01:52:59
Das Ende versaut diesen ansonsten recht guten Film leider sehr.
daniel: Technisch und Handwerklich ein Sauguter Film erstellt am: 02.02.2002 - 23:51:53
"Purpurne Flüsse" hat mich von der ersten Sekunde (WAS eine geil morbide Titelsequenz!) bis (fast) zum Ende gefesselt.

Die Story und ihre Windungen waren richtig schön gruselig!
Optik/Kamera waren hochklassig und viele Bilder einfach atembereuabend schön.
Figuren wie Schauspieler, v.a. die Ermittlerkombo, waren interessant und durchweg treffend besetzt.
Das beste aber war das Sounddesign: Es war einfach nur klasse - ich habe noch keinen einzigen europäischen Film mit dermassen ausgefeiltem und treffsicherem Sounddesign gesehen - und auch nur wenige amerikanische, die besser wären.

Sebi hat recht, das Ende fand ich leider auch nicht ganz passend, unzufriedenstellend und einfach zu dürr für den Film.
Aber selbst das kann meine durchweg positive Meinung zu "die Purpurnen Flüsse" nicht trüben.

PS: Wer hats gemerkt? Der Regisseur von "Purpurne Flüsse" spielt in "Amelie" den Mann, in den Amelie sich verliebt! Vielseitig, der Herr Kassovitz, Hut ab!
flat: Wer hat denn jetzt den Arzt umgebracht? erstellt am: 10.08.2002 - 21:17:05
Ich habe den Film damals im Kino gesehen und war so begeistert (naja, vielleicht hatte ich auch noch so viele offene Fragen), dass ich ihn mir gleich noch einmal angesehen habe. Viele Kinobesucher dürften damals auch Antworten auf folgende Fragen gesucht haben:
- Wo hat Judith die ganzen Jahre gelebt?
- Und wer von beiden hat die ganzen Morde nun begangen? (Zum Schluss sieht es ja so aus, als sei Judith die schuldige)

Da auch der zweite Besuch keine befriedigende Lösung brachte, lieh ich mir vor kurzem die DVD und schaute mir den Film zusammen mit meiner Freundin, die das Buch gelesen hatte, ein drittes Mal an.
Bezüglich der Frage, wo Judith die ganze Zeit steckte, fand sich die Lösung recht schnell: Kurz, sie teilte sich ein Leben mit ihrer Schwester.
Auf die Frage, wer die Morde beging, weiß das Buch folgende Antwort: Beide sind darin verwickelt. Auf jeden Fall ist Fanny diejenige, die auf Niemanns schießt ("....Fanny war's, die auf dich geschossen hat. Die zarte Seele - umbringen hätte sie dich sollen. ...."), und dann wohl auch diejenige, die Chernezé (den Arzt) vorher umgebracht hat.
Dabei wird allerdings davon ausgegangen, dass Zwillinge die gleichen Fingerabdrücke besitzen ("....Nur deshalb ist überhaupt eine Übereinstimmung ihres Fingerabdrucks mit dem Abdruck von Judiths Zeigefinger möglich. ...... Wir suchen ihre Zwillingsschwester. ....."), was leider nicht so ganz korrekt ist (Zwillinge haben zwar ähnliche, aber nicht identische Fingerabdrücke).

Der Film bringt zwei Probleme:
- Auf Niemanns wird mit der rechten Hand geschossen, Judith fehlt aber der linke Zeigefinger (in der Schlussszene)
- Im Film wird Fanny zum Schluss ja als recht "unschuldig" dargestellt. Zumindest ging ich mit der Erkenntnis aus dem Film, dass sie die "Gute" der beiden Schwestern sei.

Es ergeben sich also mehrere Möglichkeiten:
1. Der Film löst sich soweit vom Buch, dass nur eine der beiden Schwestern (Judith) die Morde begeht und auch auf Niemanns schießt. Dann wäre die Schlussszene verständlich. Unbegreiflich ist dann aber, woher Max (der junge Polizist) einen Fingerabdruck von Judiths rechter Hand her hat. Soweit ich das in Erinnerung habe, ist der Fingerabdruck, den Max mitbringt, der des abgeschnittenen Fingers.

2. Fanny ist tatsächlich diejenige, die auf Niemanns schießt: Dann hätten wir immernoch das Problem der Fingerabdrücke bei Zwillingsschwestern (wollen wir hier mal ausklammern). Außerdem muss man dann der Regie einen kleinen Fehler unterstellen (entweder wird auf Niemanns mit links geschossen, oder Judith müsste der rechte Zeigefinger fehlen). Was ich dann aber immer noch nicht verstehe ist der Schluss, weil Fanny ist dann ja ganz und gar nicht unschuldig.

Welche der beiden Varianten euch besser gefällt, muss jeder selbst entscheiden. Vielleicht hat jemand auch noch eine dritte oder vierte Variante.
Es wäre zumindest interessant, wie andere die Geschichte sehen.
Kai: Re: Wer hat denn jetzt den Arzt umgebracht? erstellt am: 11.08.2002 - 14:21:00
es ist zwar schon eine ganze Weile her, daß ich den Film gesehn habe aber ich denke Variante zwei passt schon eher. Auch wenn Fanny eine Mörderin ist gehört sie am Schluß trotzdem noch zu den "Guten"...

Was die Regiefehler von wegen rechter und/oder linker Hand angeht so gibt es deratige Fehler ja so ziemlich in allen Filmen. In manchen mehr in manchen weniger...

aber auf alle Fälle mal Danke für deinen umfangreichen Beitrag und herzlich willkommen bei kinokai.de, flat!
tina: Re: Wer hat denn jetzt den Arzt umgebracht? erstellt am: 27.10.2003 - 11:06:00
Hallo Flat,
danke für Deine ausführlichen Erklärungen, leider hast Du damit Fragen aufgeworfen, die ich vorher noch nicht einmal hatte.
Warum sollte nicht Judith den Arzt mit der rechten Hand erschossen haben? Schließlich hat sie da ja noch vier ander Finger, die Fingerabdrücke hinterlassen könnten.
Den wenn Jenny geschossen hätte, hätten sie die Fingerabdrücke ja sofort zuordnen können. Sie haben sie schliesslich viele Stunden vernommen, da werden sie ja wohl auch ihr Fingerabdrücke genommen haben.

Aber nun zu dem Ende: Sind die Zwillinge bei der Geburt getrennt worden? Denn Jenny redet einmal von ihren Eltern, und Judith war bis zu ihrem 10. Lebensjahr bei der "Nonne/Mutter".

Warum wollte die aufeinmal, dass nach 10 Jahren, eine von ihren Töchtern als tot erscheint?

Und wo ist diese Tochter dann ab ihrem 10. Lebensjahr gewesen? auch im Kloster?

Du hast Dir doch die DVD ausgeliehen, da werden angeblich im Bonusmaterial / Making of alle Fragen beantwortet.
cooltommy: guter Film erstellt am: 17.11.2002 - 22:39:37
Jean Reno und Vincent Cassel aktieren als angespannte und doch laszive Charaktere in diesem veritablen und zugleich miarolitischen Meisterstück.

Mein Dankeschön an Mathieu Kassovitz.
earny: Re: guter Film erstellt am: 17.11.2002 - 23:25:39
Kennt der Verfasser dieses Kommentars überhaupt die Bedeutung der von ihm genannten Worte?!?
cooltommy: Re: guter Film erstellt am: 18.11.2002 - 10:27:54
Welch' Anmassung müssen meine Ohren da vernehmen ...

Schoh Renno un Winzent Kassl spielet als agspannte un unanschdändige Leut in sellem wahrhaftigä un zugleich granatemäßigä Film.
Dankschö a dä Matiö Kassovitz
Kai: Re: guter Film erstellt am: 18.11.2002 - 10:45:50
also als lasziv würde ich die beiden nicht bezeichnen.

lasziv ist dann eher sowas:
http://www.gq-magazin.de/gq/6/content/00837/index.php

oder:
http://www.pudern.de/luder/luder_18.html

(google Suchergebnisse)

gruß kai
UHU: SINNLICH, EROTISCH, SEXY, AUFREIZEND ?? erstellt am: 18.11.2002 - 21:02:06
(google Suchergebnisse)--> jaja *g*

ich fand die Schauspieler auch nicht gerade lasziv...
cooltommy: Re: guter Film erstellt am: 19.11.2002 - 00:25:34
Lasziv heisst mitunter auch unanständig!
Z.B.: der mit einer agressiveren Grundeinstellung versehene Charakter Max Kerkeria.

Jo Bruder jo. Was geht?
cristina: Verwirrend und langatmig! erstellt am: 18.01.2004 - 18:32:56
Die anfangsszene ist viiiel zu lang! nach 10 minuten geht jean reno immer noch den berg hobh ... aber, ok! ich bin ja tapfer! ich hab den film trotzdem weiter angeschaut!
in der hälfte haben wir pause gemacht, eine geraucht und drüber diskutiert wie er ausgehen könnte! leider hatten wir nicht bedacht dass der film nicht nur ein paar sondern imens viele film fehler aufweist (leider schon 1 jahr her deshalb weiss ichs nimmer sooo genau) schon allein des mit dem finger! wie kommt kassovitz auf die wahnwitzige idee zwillinge hätten den gleichen fingerabdruck? so ein schmarrn! und dann überhaupt wieso musste die mutter nur eine tochter hergeben und die andere sollte umgebracht werden? das ist doch total unlogisch!
dann die szene im eis. wieso dreht sich jean reno noch mal um? das ist soo unlogisch! hat die leiche geklopft oder was?

muss schon sagen war enttäuscht!
aber französische filme sind eh nicht so mein fall!

cristina
aquatax: oh Ende... warum? erstellt am: 29.08.2004 - 20:59:03
Ich kann mich dem ersten Beitrag nur anschließen... ein grandioser Film - bis das Ende kam. Warum, oh warum nur? Das ist wie bei der Tour de France:
30 Minuten Vorsprung und am Ende freiwillig abgestiegen und sich dann gewundert, warum man nicht gewinnt...


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