Tränen der Sonne - Tears of the Sun | Originaltitel: Tears of the Sun | Produktion: USA 2003 | Dauer: 118 Minuten | Besucher: 11093
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 28.08.2003 | Starttermin, International (Produktionsland): 07.03.2003
Genres: Drama, Kriegsfilm, Action
Bewertungen: salvator: 9.5 | earny: 8.0 | ellop: 8.0 | Paxton: 7.5 | Kai: 7.0 | ti-do: 7.0 | Sebenika: 7.0 | DiamondDog: 7.0 | dotdeguy: 5.0 | RobGordon: 4.5
Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 7.05 (10)
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Kritik
die Story:
Lieutenant A.K. Waters (Bruce Willis) befeligt eine Spezialeingreiftruppe. Ihre Aufgabe: nachdem die Demokratische Regierung von Nigeria durch einen Putsch zu Fall gekommen ist, soll Waters die amerikanische Ärztin Dr. Lena Kendricks (Monica Belluci) aus dem Land herausholen, um sie vor den mordenen Rebellentruppen zu retten. Das Problem dabei: sie will nicht ohne Ihre (einheimischen) Mitarbeiter gehen. Waters stimmt zunächst zu, hat aber den strikten Befehlr nur Ausländer mitzunehmen.
Doch als Waters die Brutalität der Rebellentruppen mit eigenen Augen sieht, beschließt er den Befehl zu misachten und begibt sich mit seinen Männern auf den gefährlichen Weg durch den Dschungel in Richtung der kenianischen Grenze. Theoretisch sollten den Rebellen eine amerikanische Ärztin ja relativ egal sein, aber dennoch wird der Trupp von einigen Hundert Rebellen erbarmungslos verfolgt.
die Kritik:
Was für ein Film für eine Sneak! Ich hätte niemals gedacht, daß Tiers of the Sun in einer Sneak-Preview laufen könnte. Der Film an sich ist trotz der gelungenen Musik (die zm größten Teil nicht von Hans Zimmer stammt) und dem, vor allem in der ersten Hälfte, überragendem Sound-Design (welches meines Erachtens eine Oskarnominierung wert wäre), nicht ganz das gelbe vom Ei. Zu oft hat man das Gefühl, daß Story-Elemente nur eingebaut wurden um entweder nette Szenen zu ermöglichen, oder um Grundlage für weitere seltsame Storyelemente zu sein.
So steht Waters Vorgesetzter und Kommandeur eines Flugzeugträgers, während seiner Telefonate mit Waters immer auf dem Hauptdeck seines Flugzeugträgers. Das ist zwar eine nette Kulisse, aber zum Führen eines Gespräches doch relativ ungeeignet. Auch der Grund warum Waters Leute denn so ausdauernd verfolgt werden ist weit hergeholt. Viel schlimmer ist aber, daß all der Ärger hätte vermieden werden können, wenn Dr. Kendricks diesen Grund etwas früher verraten hätte. Aber so sind die Frauen nun mal...
Auch ansonsten gibts viele Logik-Probleme: Waters kann seinen Vorgesetzten scheinbar beliebig beinflussen und bekommt trotz aller Verstöße gegen sämtliche Befehle nie Ärger. Erst wird ihm befohlen den Grund warum die Gruppe verfolgt wird zurückzulassen, und am Ende wird eben dieser Grund herzlich in Empfang genommen. Auch die Logik von Waters ist aus Soldatensicht nicht nachzuvollziehen: er bringt sinnlos das Leben seiner Soldaten in Gefahr um seine eigenen Interesse (nämlich seine plötzlich aufkommenden Menschlichkeit) zu unterstützen - solche Befehlshaber sollten in der Realität besser nicht vorkommen. Neben der Logik gibs auch bei den Dialogen einige Probleme; die typischen abgedroschenen Soldaten-Film Phrasen wie "Nein, stirb nicht" oder nach ein-sekündiger Betrachtung eines Verletzten: "glatter Durchschuß durch die Schulter - nur ein Kratzer" kommen zuhauf vor...
Wären da nicht die eindrucksvollen Bilder des Dschungels, die Musik (die recht ähnlich wie bei Black Hawk Down, wenn auch etwas gefälliger, aufgezogen ist), eine in allen Situationen des Dschungels immer super-aussehende (und mit halb-aufgeknöpfter Bluse herumlaufende) Monica Belluci und ein Bruce Willis mit gewohnt knallharter Mimik, tja dann wäre der Film wohl nur halbsoviele Punkte wert...
Achja: natürlich sind es wieder eine Handvoll Amerikaner die jede Menge unterpreviligierte (böse blickende) Feind-Soldaten (in diesem Falle Afrikaner, keine Japaner oder Nazis) problemlos ins Jenseits schicken, natürlich kommt der rettende Luftangriff wieder zu spät und natürlich fliegt der Flugzeugträger-Kommandeur selbst ins Feindesland, aber hey: der Mensch ist ein Gewohnheitstier und sieht gerne Sachen die er schon desöfteren gesehen hat...
Kurzkritik
Mich überrascht Bruce Willis doch immer wieder...er weiß einfach wie man gute Filme dreht. Dazu schafft er es auch immer nette Menschen um sich zu haben wie hier Monica Belucci aus Matrix...
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