Plakat TrojaTroja | Originaltitel: Troy | Produktion: USA 2004 | Dauer: 165 Minuten | Besucher: 58059
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 13.05.2004 | Starttermin, International (Produktionsland): 12.05.2004
Genres: Drama, Action, Abenteuer, Historienfilm
Bewertungen: Kathybabe: 9.5 | Binca: 9.0 | Kai: 9.0 | cooltommy: 9.0 | clemi: 8.5 | Mori: 8.5 | Sebi: 8.0 | Christoph: 8.0 | UHU: 8.0 | alliance1979: 8.0 | ZONNEY: 8.0 | Jasmyn: 8.0 | DiamondDog: 8.0 | willtippin: 7.5 | RobGordon: 7.5 | Memento: 7.0 | Sebenika: 7.0 | Paxton: 7.0 | Sven G.: 7.0 | Audrey: 7.0 | Cathrine: 7.0 | tuennes: 7.0 | dreamfall: 6.5 | kowalski84: 6.0 | Ladady: 5.5 | Mandarine: 5.5 | DickLaurent: 5.0

Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 7.48 (27); Action: 8.36 (14); Anspruch: 6.07 (14); Erotik: 4.43 (14); Humor: 3 (12); Musik: 6.96 (14); Unterhaltung: 8.11 (14)

Cast: Crew:
Brad PittAchilles
Eric BanaHector
Orlando BloomParis
Diane KrugerHelen
Sean BeanOdysseus
Brian CoxAgamemnon
Peter O'ToolePriam
Rose ByrneBriseis
Saffron BurrowsAndromache (Hectors Frau)
Regisseur
Wolfgang Petersen
Filmmusik
James Horner
Drehbuch
David Benioff
Buch
Homer

Autor: Kai | 18.05.2004 - 10:47:34
Inhaltsangabe
Griechenland 1100 Jahre vor Christus: Paris, der Prinz von Troja (Orlando Bloom) weilt zusammen mit seinem älteren Bruder Hektor (Eric Bana) in Sparta. Er verliebt sich in die schöne Helena (Diane Kruger), die Frau des dortigen Königs Menelaos (Brendan Gleeson). Das antike Liebespaar entschließt sich nach Troja zu fliehen. Hektor ist darüber zwar nicht begeistert, aber um seines Bruders Willen hilft er ihm. Menelaos ist über den "Raub" gar nicht begeistert und ersucht seinen Bruder Agamemnon (Brian Cox), den König von Mykene, um Hilfe. Gemeinsam sollen sie mit 40 000 Griechen Troja angreifen. Agamemnon ist darüber höchst erfreut, denn er wollte Troja schon lange einmal angreifen um auch diese Stadt in sein riesiges Reich einzubringen. Jetzt hat er den Grund der auch seine Truppen in der Schlacht motivieren könnte...

Mit in die Schlacht zieht auch Achilles (Brad Pitt) der größte Krieger der damaligen Zeit. Er zieht weder für Macht, Geld oder die Ehre Griechenlands in den Krieg, sondern lediglich um zu erreichen, dass die Menschheit auch tausende Jahre später noch von ihm als Entscheidungsbringer in der größten Schlacht der Menschheitsgeschichte spricht. Denn wie sich schnell zeigt, gelingt es den hochnäsigen Griechen unter Agamemnon nicht Troja einzunehmen. Doch Achilles scheint zum ersten Mal in seinem Leben des Kampfes müde geworden zu sein - der Grund dafür ist Briseis (Rose Byrne) die schöne Trojanische Tempeldienerin in seiner Gefangenschaft... Doch da ist ja noch der listige Odysseus (Sean Bean) - wird es ihm gelingen die größte Schlacht der Geschichte, die in der Literatur 10 Jahre andauerte, zu entscheiden?
Autor: Ladady | 31.05.2004 - 16:57:56
Kurzkritik
die story wurde an die klassischen sagen also den guten alten homer nur "angelehnt". es fehlen meiner meinung nach wichtige elemente wie zb KASSANDRA. diese frau ist für die handlung keinesfalls so unerheblich, dass man sie einfach unter den tisch fallen lassen kann!

dann die götter: sie greifen laut sage sehr deutlich in den krieg ein und mischen kräftig mit. manche helfen zu den trojanern, andere zu den griechen. mit den heutigen technischen hilfsmitteln wären da gute bilder machbar gewesen, die auch deutlich gemacht hätten, warum manche kämpfer eben besser waren als andere. und vor allem: wie der krieg letztendlich entschieden wurde. laut homer wegen der eingabe der göttin pallas athene in ihren liebling odysseus.

zu brad pitt: er ist wirklich ein fescher mann mit ausstrahlung und charisma. aber ich stelle mir unter dem helden achilles einen anderen typen vor. einen, dem sich der ehrgeiz ins gesicht gefressen hat und dementsprechend wilder dreinschaut.

es gibt in der heutigen zeit sicher genug schauspieler, die auch die körperlichen voraussetzungen besser erfüllt hätten, ohne dass man ein "bein-double" verwenden hätte müssen.

ganz allgemein: der film kam nie so richtig ins laufen. es schleppte sich mehr dahin. die musik war eine kopie des films "gladiator" und monotonisierte ebenfalls.

fazit: kein bleibender eindruck. für die heutigen möglichkeiten war dieses äusserst interessante thema wohl eine zu grosse herausforderung.



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DiamondDog: WAS IST MIT EUCH LOS??? erstellt am: 14.05.2004 - 13:28:11
Hi an alle!!!!!!!
Ich weiß nicht, was los ist, aber geht ihr nicht mehr ins Kino??? Oder warum sind noch keine Bewertungen für Troja da? Für Van Helsing hat das auch ne ganz schöne weile gedauert. Normalerweise geht das doch immer schneller. *grübel*
DejaVu: weil ich mir den film noch nicht angesehen ha... erstellt am: 14.05.2004 - 16:52:15
weil ich mir den film noch nicht angesehen habe.

@tuennes: ja - geb dir recht - eine gesamtübersicht wäre wieder super - ohne kinoplakate. naja.
Audrey: So wichtig ist der Film nun auch wieder nicht erstellt am: 16.05.2004 - 03:40:36
Also ich persönlich lasse mir bei solchen Mainstreamfilmen generell eher Zeit (wenn ich sie überhaupt schaue), weil man sich bei den anderen Filmen grössere Sorgen machen muss, sie zu verpassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Troja nach zwei Wochen schon wieder abgesetzt wird, ist eher klein und wenn ich's doch verpassen sollte, wär's auch nicht so schlimm.

Zur Bewertung: bisher hatte ich auch keine Lust, die einzelnen Kategorien zu bewerten, aber die Gesamtbewertung zu alleroberst ist doch wohl schon zumutbar.
Kai: Ich bin vor allem gespannt wie der Film in de... erstellt am: 16.05.2004 - 10:20:07
Ich bin vor allem gespannt wie der Film in den USA ankommen wird, liegt ihm doch keine typische Schwarz-Weiß / Gut-Böse Geschichte zugrunde. Anhand der Vorschau habe ich die Hoffnung auf einen Film der sich mit Gladiator vergleichen läßt - was sagst du dazu, Tuennes?
tuennes: @kat: Aber gerade was das Ende angeht, ist "... erstellt am: 17.05.2004 - 14:59:11
@kat: Aber gerade was das Ende angeht, ist "Troja" ja eigentlich ganz klassisch. Klassisch für ein Heldenepos (das Troja nunmal ist) ist doch, dass der Held am Ende heldenhaft und dramatisch den Löffel abgibt. Das war in Gladiator so. Und das war in Troja so. Und das war in tausend anderen Filmen so.
Den Vergleich mit Gladiator finde ich auch in visueller Hinsicht angebracht. Seitdem sehen halt alle Sandalenfilme irgendwie genauso aus. Und dieses arabische Frauen-Gejammere auf dem Filmscore ist seitdem auch bei jedem dieser Filme zu hören. (Geht mir langsam tierisch auf den Senkel!)
Mir ist ehrlich gesagt unklar, warum Troja allein wegen der Herkunft der Geschichte schon ein anspruchsvollerer Film als Gladiator sein soll. Dann wäre ja auch jedes Roadmovie anspruchsvoll. Denn Roadmovies gehen ja, wie wir alle wissen, eigentlich auf die Odyssee zurück. Und dann wären wir auch bei Homer... ;-)
chifan: Wertungen erstellt am: 17.05.2004 - 15:27:58
Es scheinen ja doch eine Menge Leute den Film gesehen zu haben. Aber hey, wo sind eure Bewertungen??? Auch wenn es nun etwas länger dauert diese abzugeben, dürfte doch wohl jeder die <30s Zeit haben, oder? Zumal man ja auch weiterhin die Möglichkeit hat, nur die Gesamtnote zu verteilen...
kowalski84: Schlechte kopie... erstellt am: 16.05.2004 - 22:52:21
Troja ist in meinen Augen nur eine schlechte Kopie der Herr Der Ringe Filme nur dass jedigliche vernünftige Handlung entfernt wurde. Stellenweise wurde sogar Musik aus Peter Jacksons Meisterwerk übernommen (Das stück welches läuft als Faramir aus Minas Tirith ausreitet kommt als die Grichen Troja einnehmen).
Wo die Armeemassen in einem Fantasy Film glaubwürdig erscheinen wirken sie in Troja maßlos überdimensioniert. Zudem wirken Die Schiffe am Strand vor Troja einfach nur schlecht (in einem Kameraflug sieht man sogar eins das sich bei der änderung der perspektive zu Bewegen scheint...)
Dem kommt noch ein Unsympatischer Hauptheld hinzu (Priestermetzeln) und von den einzigen sympatischen Leuten weiß man dass sie verlieren werden) müsste ich einen Film über Troja machen hätte ich mich sowiso für ?Oddyseus?(den Konstrukteur des Pferdes) als Hauptheld entscheiden.
Trotzdem bleibt der Film für Fans von Schlachtenfilmen aufgrund der tollen Kamerafahrten sehenswert.
Der Film bleibt trotzdem für Fans von Schlachtenfilmen sehenswert

PS: @kai den film kann man meines erachtens keinesfalls mit Gladiator vergleichen
DiamondDog: Re: schlechte Kopie erstellt am: 17.05.2004 - 15:48:11
Ich denke nicht, dass man Troja mit Herr der Ringe oder Gladiator vergleichen soll. Es war auch nicht der erste Film, der Musik geglaut hat. Außerdem sollte man sich nicht über den schlechten Charakter aufregen. Nicht jeder Held muss gut und lieb sein. Archilles hat seine eigene Art und lasst sich nichts vorschreiben. Außerdem ist mir eigentlich egal, ob ein Schiff in die eine oder andere Richtung oder übereinander fahren.
Kai: wirklich gut... erstellt am: 18.05.2004 - 11:27:09
Also ich fand Troja richtig gut. Die Effekte sehen für mich besser aus als z.B. bei "Van Helsing". Aus Herr der Ringe geklaute Musik konnte ich nicht feststellen (welche Musik meinst du denn nun genau, kowalski84?) aber der Soundtrack ist ein anderes Thema (siehe getrenntes Thema). Die Besetzung finde ich auch sehr gelungen, wenn man vielleicht von Brad Pitt absieht. In fast all seinen Rollen habe ich ihn sehr geschätzt, aber bei Troja wirkt er irgendwie fehlbesetzt. Verschlimmert wird dies nur noch durch die Synchronstimme. Anstelle seiner "normalen" Stimme bekam er die Stimme von Nicolas Cage verpasst - welche ein Fehler! Achja schlecht waren auch einige Schnitte - entweder die deutsche Version wurde hier entwas entschärft oder die teilweise unnötig harten Schnitte bei den Zweikämpfen waren auch in der internationalen Version so vorhanden.
kowalski84: Das stück als erstellt am: 18.05.2004 - 15:49:39
Das Musikstück das erklingt als die Griechen ihr Pferd verlassen ist das gleiche wie das mit dem Der ausritt Faramirs aus Minas tirith in HDR3 untermalt wird
Christoph: Ah ja, der Film entbehrt also jeglicher vernü... erstellt am: 19.05.2004 - 01:26:30
Ah ja, der Film entbehrt also jeglicher vernünftiger Handlung. Weil du zufällig lieber Odysseus als Hauptheld gesehen hättest. Weil Brad Pitt als Achilles so unsymphatisch ist (obwohl er [Achilles] erklärtermaßen entgegen deiner Behauptung keine Priester gemeuchelt hat).

Ich finde die Entscheidung, eher Achilles in den Vordergrund zu rücken, sehr konsequent. Das unterstreicht das Thema, die Aussage des Films. Im Gegensatz zu vielen anderen Hollywood-Blockbustern hat er nämlich eine. Der Krieg ist sinnlos, leichtsinnig ausgelöst, und in seinem Verlauf werden auf beiden Seiten einige Möglichkeiten verschenkt, ihn zu beenden (auf Seiten der Trojaner vor allem aus Gottesgläubigkeit - irgendwelche Parallelen IRL? Den Krieg wollen Hohepriester o.Ä., diejenigen, die ihn nicht führen müssen). Nur eine Person will diesen Krieg unbedingt, über die gesamte Laufzeit des Films: Agamemnon, der hier Macht- und Habgier verkörpert. Das Trojanische Pferd ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich wichtig, es ist lediglich ein (wenngleich gut überlegtes) Mittel, diesen Krieg unnötigerweise weiterzuführen.

Wenn man dann nach dem Kinobesuch nach Hause kommt, bei Spiegel-Online vorbeisurft und Meldungen über neue Offensiven Israels in Palästina liest, werden einem die Parallelen zur Realität schmerzlich bewußt.

Briseis: "Wann wird es enden?"
Achilles: "Niemals."
tuennes: @Christoph: Ja, es ist möglich so etwas da re... erstellt am: 19.05.2004 - 13:14:20
@Christoph: Ja, es ist möglich so etwas da reinzuinterpretieren. Ich persönlich glaube aber nicht, dass das intentionell da drin steckt. Dafür stellt "Troja" viel zu sehr seine Helden (ob böse oder gute oder halbböse/gute) in den Vordergrund und viel zu wenig die eigentlichen Schrecken des Krieges.
Kai: also ich war auch der Meinung, daß die von Ch... erstellt am: 19.05.2004 - 13:48:26
also ich war auch der Meinung, daß die von Christoph beschriebene Aussage eines Aussage des Filmes war. Klar werden weniger die Schrecken des Krieges in den Vordergrund gestellt (der Film ist ja auch relativ unblutig) aber die verschiedenen Charaktereigenschaften/Emotionsstufen wie Wut, Rache, Habgier, Macht, Liebe, Angst, Klugheit werden doch eigentlich ganz gut vorgestellt. Auch haben alle Helden sowohl gute als auch schlechte Seiten (naja bis auf Agamemnon vielleicht)...
tuennes: Ja, aber wenn man Krieg nur aus Sicht der Fel... erstellt am: 19.05.2004 - 14:45:56
Ja, aber wenn man Krieg nur aus Sicht der Feldherren betrachtet, kommt man mit Sicherheit nicht zu einer Feststellung darüber, wie Krieg "wirklich" ist. Außerdem kennt ein echter Krieg keine Helden, wie die in Troja. - Wenn überhaupt welche. - Troja als Antikriegsfilm zu beschreiben, finde ich schon mehr als gewagt. Es ist doch eher so, dass die Etablierung des Helden (wie z.B. Hector) als Identifikationsfigur, eher den Krieg als heroische Schlacht befürwortet. Denn sonst würde es auch den Helden nicht geben. Das ist das Gegenteil eines Antikriegsfilms. Da funktionieren Filme, die wirklich den Wahnsinn des Krieges zu beschreiben versuchen (z.B. "Apacalypse Now" usw.) doch deutlich anders.
Christoph: Weder habe ich behauptet, Troja wäre ein Anti... erstellt am: 19.05.2004 - 16:38:13
Weder habe ich behauptet, Troja wäre ein Antikriegsfilm, noch der Film versuche zu zeigen, wie Krieg "wirklich" sei. Es geht nicht darum, wie dieser Krieg auf unterster Ebene funktioniert (Stichwort "Wahnsinn des Krieges"), die stellt nur den Rahmen für die Schlachtszenen, es geht vielmehr darum, mit welch fadenscheinigen Begründungen der Krieg von den Feldherren/"Helden"/Königen und Prinzen ausgelöst und an mehreren Stellen des Films trotz anderer Optionen weitergeführt wird.

Musterbeispiel dafür ist eigentlich der Angriff der Trojaner auf den Strand (inkl. Feuerbälle) sowie das Duell Hektor gegen Achilles. Hektor wollte den Strand nicht angreifen, der Angriff geschieht auf Rat des Hohepriesters, weil es angeblich der Wille Apollons wäre. Achilles wollte, dank Briseis, eigentlich am nächsten Morgen mitsamt seinen Männern abreisen. Da Hektor während des Angriffs den Vetter Achilles' tötet, kommt es zu diesem Zweikampf vor den Toren Trojas, der ohne den Rat des Hohepriesters zum Angriff auf den Strand nie stattgefunden hätte.

Wenn der Film so funktioniert, wie Petersen es wollte (und was er an dieser Stelle wollte, kann man seinem Interview mit dem "Spiegel" entnehmen), kämpfen hier zwei "Helden" gegeneinander, von denen keiner wirklich gut oder böse ist, die man beide im Verlauf des Films schon näher kennengelernt hat. Keinem von beiden wünscht man den Tod, keiner ist wirklich klar erkennbar der "Gute", dem man den Sieg wünscht. Ich zumindest saß im Kinosessel und dachte: "Mensch Jungs, ihr wisst es beide besser, könnt ihr nicht einfach mit dieser blöden Sch... aufhören?"

Zusammenfassend: Klar ist "Troja" Popcornkino und kein Antikriegsfilm. Worauf ich eigentlich hinauswollte, ist, dass der Film durchaus über eine vernünftige Handlung verfügt, und dass Petersen "Ilias" nicht nur einfach möglichst imposant in Szene setzt, sondern durchaus interpretiert. Wäre dem nicht so, wäre Odysseus ja wirklich der bessere "Hauptheld" gewesen, dann hätte der Film auch mehr Schwarz-Weiß-Malerei vertragen. Achilles aber verkörpert diese Frage um Sinn und Unsinn des Krieges, um die Motivation zum Krieg, diese äußere Frage des Films wird, eben durch die Episode mit Briseis, zu seinem inneren Konflikt. Hey, der "größte Krieger seiner Zeit", der den trojanischen Strand mit ein paar Männern quasi im Alleingang einnimmt, beteiligt sich an der abschließenden Schlacht um Troja fast gar nicht, er ist auf der Suche nach Briseis, den Soldaten auf der Brüstung z.B. lässt er am Leben.
Kat: endlich mal was anderes erstellt am: 17.05.2004 - 08:35:36
Es scheint mir, daß jeder überfordert ist, sobald ein film nicht nach dem gleichen schema verläuft wie jeder blöde ami-film. muß es denn immer den superhelden geben der am ende die welt rettet und mit der schönen nebendarstellerin bis ans ende seiner tage lebt? leute wacht mal auf und fangt an, euer hirn zu benutzen. es ist wirkilch traurig, daß es immer filme wie armaggedon oder independence day zum kassenschlager schaffen.
Troja war zwar nicht der beste film den ich je gesehen hatte aber auf alle fälle interessanter als terminator&co. für die meisten war das ende des films wahrscheinlich überraschend. ich verliere aber nicht die hoffnung, daß es doch einigen besuchern klar war, daß da griechische mythologie verfilmt wurde und kein grimm-märchen.
Für Leute, die im kino auf wenigestens einen funken anspruch hoffen, kann ich den film empfehlen.
Allen anderen kann ich nur sagen: auch wenn ihr es erwartet - achilles ist nicht frodo und auch nicht batman. Aber keine sorge, damit der (anscheinend) typische kinobesucher nicht enttäuscht wird, wurde auch in diesem film auf ein paar klischees nicht verzichtet und die story (vor allem das ende) im vergleich zum original etwas entschärft......und schiffe, die sich in die falsche richtung bewegen, sind mir auch nicht aufgefallen.
tuennes: @kat: Naja, im Prinzip ist "Troja" schon ei... erstellt am: 17.05.2004 - 11:53:39
@kat: Naja, im Prinzip ist "Troja" schon ein "dummer Ami Film". - Um es positiver zu Formulieren: Popcorn-Kino in Reinform. Den von dir angesprochenen Anspruch konnte ich eigentlich nicht entdecken. "Troja" ist für mich ein solide gemachter Unterhaltungsfilm, der gerade weil er sich auf den Actionplot ohne jede mystische Anspielung beschränkt kaum intellektuell fordert. - Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich fand das trotzdem ganz gelungen. Vor allem weil sich Petersen Zeit für seine Charaktere nimmt. Und das ist dann auch das einzige, was den Film über die Qualitäten von "Van Helsing" o.ä. hervorhebt. - Anspruch würde ich das aber nicht nennen. (Beziehst du dich eigentlich auf irgendjemand Speziellen, oder wer war nach deiner Meinung "überfordert"?)
Kat: @tuennes erstellt am: 17.05.2004 - 13:59:46
der beitrag von kowalski hat mich ein bißchen aufgeregt, weil er sich über die spezialeffekte ausgelassen als ob die das einzigwichtige an dem film wäre. außerdem hat es ihn gestört daß der film nicht endet wie alle andereren stupiden action-filme mit tollen helden. ich hätte wohl nicht darauf reagiert aber in meinem bekanntenkreis gibt es ähnliche meinungen. und da könnte ich ausrasten. die leute behandlen den film als ob das einfach nur ein abklatsch von galdiator wäre. dabei scheint keiner zu wissen das der film auf einem alten griechischen mythos basiert.
ich will damit nicht sagen daß der filme der knaller wäre. ich finde aber daß man hier wenigstens die gute absicht der macher (wenn es die denn gab) erkennen kann. das hier wieder die action und spezialeffekte im vordergrund stehen und alles recht oberflächlich behandelt wird ist klar. anders würde sich der "typische" kinobesucher bestimmt nicht bemühen den film zu gucken.
wenn ich aber einen vergleich zu anderen filmen mache dann kann ich schon sagen daß "troja" zu den etwas besseren filmen gehört.
und da kann ich halt nicht ruhig bleiben wenn alle nur sagen wie enttäuschend die spezialeffekte und der ausgang des filmes waren (wahrascheinlich sind es die gleichen leute die damals glaubten, die "titanic" würde vielleicht doch nicht untergehen (o: ).
Kai: Also ich persönlich hoffe ja immer noch daß e... erstellt am: 17.05.2004 - 14:11:25
Also ich persönlich hoffe ja immer noch daß es von der Titanic noch nen zweiten Teil geben wird ;-) Mit meiner Hoffnung auf ein vergleichbares Ergebnis habe ich meine Hoffnung auf eine ähnliche Machart des Film, bzw. auf eine ähnliche Stimmung gemeint... - klar daß die Handlung bei Troja aus weniger Schwarz-Weiß Malerei bestehen dürfte...
kowalski84: wenn dann richtig erstellt am: 17.05.2004 - 16:26:51
1. ich hatte nicht vor mich nur über die spezialeffekte auszulassen ich habe extra auch angesprochen dass man archillis zusehr in den vordergrund gestellt hat
und dass man Musikstücke direkt aus Herr der Ringe Importiert hat
2. Übrigens Anspruch kann man dem Film sicher nicht nachsagen den hätte man dardurch erzeugen können wenn man zum beispiel den Bau des Trojanischen Pferdes nicht nur als randbemerkung eingebaut hätte
3. Dass ein Film auf einem Grichischem Myhtos basiert heißt nicht automatisch dass es sich um einen guten film handelt
zudem gebe ich tunnes recht pocornkino trifft den film am besten
PS wenn du mal wirklich einen anspruchsvollen film sehen willste lege ich dir hiermit Schindlers Liste und Donnie Darko (Donnie Darko) ans herz
clemi: Lange überlegt... erstellt am: 02.06.2004 - 15:38:54
Also ich hab mir lange überlegt, wo ich diesen Kommentar hinsetze, aber hier passt er am besten, wobei er eigntlich unter jede Rubrik gehören sollte. Troja ist Teil der griechischen Mythologie, wie in diesem Abschnitt zum Glück erwähnt. Das hat einmal Homer so geschrieben, so wie z.B. heutzutage J.K. Rowling ihren Harry aufleben lässt.
DiamondDog: Schauspielerrische Leistung erstellt am: 17.05.2004 - 16:16:47
Ich möchte an dieser Stelle Noch ein Lob für die Schauspielerische Leistung von Peter O´Tool, Eric Bana und Sean Bean geben. Sie haben Meiner Meinung nach Pratt Pitt und vor allem Orlando Bloom im den Schatten gestellt.
kowalski84: eben ein weiterer Punkt erstellt am: 17.05.2004 - 16:28:26
Pratt Pitt kann als archillis nicht überzeugen
Sebi: Ist Prätt Pit der schwule Klon von Brad Pit? ... erstellt am: 17.05.2004 - 18:21:27
Ist Prätt Pit der schwule Klon von Brad Pit? ;-)
DiamondDog: RE: Klon erstellt am: 18.05.2004 - 14:51:20
UPS !!!!!!!!!!!!!! SORRY!!!!!! ;-) *schäm*
kowalski84: Bräd pitt erstellt am: 18.05.2004 - 15:45:40
sind die net beide schwul?????
Jasmyn: war ja klar, dass Briseis... erstellt am: 18.05.2004 - 22:59:41
..... ihre Jungfräulichkeit für achilles aufgibt, welche frau würde da nein sagen ;-)
(den mann hat man ja oft genug nackt sehen können, wow was für ein körper *schmacht*)
Kai: tja das war sicher auch ein Grund für die Bes... erstellt am: 19.05.2004 - 10:02:54
tja das war sicher auch ein Grund für die Besetzung Brad Pitts: wenn die Amerikaner sich schon nicht für die Geschichte interessieren und nicht aus ihr lernen wollen, dann lassen wir doch einfach Amerikas Frauenschwarm No. 1 mitspielen - dann werden schon genug Leute ins Kino gehen ;-)
chifan: Gibt es da etwa Parallelen zu "Sieben Jahre ... erstellt am: 19.05.2004 - 13:35:52
Gibt es da etwa Parallelen zu "Sieben Jahre in Tibet"... :-)?
Kai: Soundtrack erstellt am: 18.05.2004 - 11:24:25
Der Soundtrack zu Troja wurde von James Horner innerhalb von eineinhalb Monaten geschrieben, aufgrund der Eile die zuletzt herschte kam der Soundtrack auch erst kurz vor der Kino-Premiere in die Läden. Der eigentliche Soundtrack war von Gabriel Yared geschrieben, nach einem (!) einzigen Test-Screening aber abgelehnt worden da er zu altmodisch sei.

Gabriel Yared schreibt auf seiner Website (http://www.gabrielyared.com/) daß er während der Zeit an der er an Troja arbeitete (über 12 Monate) immer ein gutes Verhältnis zu Wolfgang Petersen hatte. So bleibt die Vermutung daß der Score von den Warner Bros. Studios aufgrund des Test-Screenings (bei dem zudem noch völlig unfertiges weil nicht abgemischtes Demo-Meterial zum Einsatz kam) abgelehnt wurde. Wie wunderschön die Musik von Gabriel Yared gewesen wäre läßt sich auf seiner Website anhören, auch die Musik für den Troja Trailer stammt von Gabriel Yared.

Horners Score wird von vielen kritisiert, aufgrund des relativ bekannt klingenden Ton-Materials. So wirkt die arabische Sängerin, die einen Großteil des Films zu hören ist, wie ein Verschnitt der entsprechenden Teile in Gladiator. Die Abspannmusik klingt recht ähnlich wie "I want to spend a livetime loving you" (aus Die Maske des Zorro) oder "If We Could Remember" (aus Der Anschlag (The Sum of All Fears)). Trotzdem hätte Horner meiner Meinung nach einen schönen Score schreiben können; das Potential zeigt das heroische, wenn auch wenig griechische "Troja-Thema" das z.B. beim Einzug von Hector und Paris in Troja erklingt. Auch wenn ansonsten recht wenig motivische Arbeit geleistet wird, so wird dieses Thema immerhin abgewandelt und scheint an allen Wendepunkten für Troja durch. Trotzdem hat der Score einige Ähnlichkeiten zu anderen Werken Howard Shores, zum Beispiel Braveheart. Aber wer hätte das in eineinhalb Monaten schon besser hinbekommen?

Bleibt zu hoffen, daß es eine CD Veröffentlichung des Materials von Gabriel Yared geben wird, er selbst wird es wohl leider nicht veröffentlichen da er nicht die Rechte am (fertig aufgenommenen und fast fertig produzierten) Material hat.
tuennes: Aha, das erklärt so manches. Ich fand es näml... erstellt am: 18.05.2004 - 13:31:03
Aha, das erklärt so manches. Ich fand es nämlich wirklich ein wenig erschreckend, wie langweilig konventionell der Score klang. (Dieses Gladiator-Gejaule kotzt mich langsam an.) Aber vermutlich hat Horner einfach ins Archiv gegriffen (was schonmal geklappt hat, muss ja wieder klappen) und das Ding auf die schnelle zusammengeschustert. Das Ergebnis fand ich echt lästig! - Jetzt wär ich richtig gespannt, mal das Original zu hören...
Kai: Wie gesagt bei http://www.gabrielyared.com/ k... erstellt am: 18.05.2004 - 13:43:38
Wie gesagt bei http://www.gabrielyared.com/ kann man unter "News" > "the Score for Troy" Die Stücke anhören.... (Flash erforderlich)
tuennes: Ich hab eben mal reingehört. Ich kann versteh... erstellt am: 18.05.2004 - 17:30:26
Ich hab eben mal reingehört. Ich kann verstehen, was mit "altmodisch" gemeint ist. Aber beim ersten Hören gefällt mir das Ding wesentlich besser als der Score von Horner.
Kai: tja wie es scheint (so mailte es mir jedenfal... erstellt am: 18.05.2004 - 18:04:29
tja wie es scheint (so mailte es mir jedenfall Herr Yared) liegen die Rechte bei Warner Bros. Und die werden sich natürlich hüten nen zweiten Soundtrack zu veröfentlichen.
Ich korigiere mich übrigens noch: "James Horner managed to compose 120 minutes of music in thirteen days and had another twelve days to record the score." [http://www.musicfromthemovies.com/] - ist ein echter Wahnsinn in der Zeit nen kompletten Score schreiben zu wollen ;-(
Die Sängerin die dabei Verwendung fand (Tanja Tzarovska) mit der diverse Ethno Gesänge aufgenommen wurde hatte übrigens auch mit Yared an dessen Score gearbeitet...
Audrey: Musik erstellt am: 20.05.2004 - 00:39:40
Jetzt kann ich dich verstehen, tuennes. Ich dachte beim Lesen, wieso, kann doch nett sein, so ein Gesang, aber in Troja fand sogar ich ihn ziemlich lästig.

Mit der Bewertung tu ich mich allerdings etwas schwer, mir scheint, für das Genre ist er gar net schlecht, es ist nur nicht unbedingt mein Lieblingsgenre. Wie (fast) immer, wenn man mit niedrigen Erwartungen in einen Film geht, ist er dann gar net so schlecht, hm...

Noch ne Frage an die jungen Leute hier, bei der die Schule noch nicht so lang her ist wie bei mir und daher der Homer nicht so präsent: diese Liebesgeschichte zwischen Achilles und der Priesterin war erfunden, oder?
tuennes: Äh, *räusper* Tante Audrey, die ganze Geschic... erstellt am: 23.05.2004 - 17:59:42
Äh, *räusper* Tante Audrey, die ganze Geschichte ist erfunden... :-) - Nicht dass wir hier gleich noch über die geschichtlichen Tatsachen diskutieren müssen. *g*
Mori: Also... erstellt am: 23.05.2004 - 19:41:07
...nach Walter Jens´ Nacherzählung von Homers Ilias und Odyssee hat Achilles wirklich was mit Briseis!!!Wohl wahr!!
Sebi: Troja hat es gegeben und einen größeren Kireg... erstellt am: 24.05.2004 - 23:37:25
Troja hat es gegeben und einen größeren Kireg zur damaligen Zeit wohl auch, von dem her kann an Homers Geschichten sehr wohl was Wahres dran sein...
tuennes: Die meisten Archäologen gehen heute davon aus... erstellt am: 25.05.2004 - 11:04:52
Die meisten Archäologen gehen heute davon aus, dass Troja bei einem Erdbeben zerstört wurde. - Man darf also die Sage vom Krieg um Troja nicht mit geschichtlichen Ereignissen verwechseln.
Audrey: Homer ist, wenn man trotzdem lacht erstellt am: 25.05.2004 - 14:37:56
Lieber tuennes, ich meinte in Bezug auf Homer!

Mein Fazit: Unterhaltsames Popcornkino mit einem illustren Darstellerensemble. Für den ernsthaften Stoff wurde doch erstaunlich oft gelacht (wie sagte ein Bekannter so schön, als ich ihm davon berichtete: Homer ist, wenn man trotzdem lacht. *LOL*).

Habe darüber nachgedacht: die Figur des Paris war ja recht eindeutig als comic relief konzipiert, spätestens bei der Kameraführung bei seinem Kampf mit dem gehörnten Ehemann wird das ziemlich klar. Der jugendliche Ungestüm sorgte allgemein für Lacher. Beeindruckender Weise (und das würde ich mal Orlando zusprechen) behält die Figur trotz allem seine Würde und ist ein Hauptsympathieträger.
Könnte nicht auch der große Kämpfer durch die Kameraperspektive lächerlich gemacht werden? Überhaupt wirken die meisten "Helden" eher wie tumbe Kampfmaschinen (Archilles und Odysseus ausgenommen). Könnte man Petersen, der dem Hollywoodtrend folgend männliche Helden für die Bushregierung liefert, da nicht fast schon ein bisschen Subversivität unterstellen? Oder ist das ausschliesslich publikumsimmanent?

Zum Realismus wollte ich noch anmerken, dass auch Homer sich die künstlerische Freiheit nahm, eine Legende in eine konkrete Geschichte zu pressen. Wer weiss, wie's wirklich war, lang vor seiner Zeit? Erdbeben? Wie unromantisch!
Sebi: Es hat ja auch niemand behauptet, dass der da... erstellt am: 25.05.2004 - 15:11:19
Es hat ja auch niemand behauptet, dass der damalige Krieg etwas mit dem Niedergang Trojas zu tun haben muss. Ausserdem kann man ja auch nicht wirklich zu 100% sagen, was damals geschehen ist, ausser wir könnten aktive Archäologie betreiben, wie in "Timeline" ;-)
kiki: RE: Soundtrack erstellt am: 01.03.2005 - 17:43:53
mein bruder sagte zu troja nur: das is einfach ein mädchenfilm,orlie, brad,etc........
als ich mit meiner besten freundin im film war hatten wir dauernd lachflashs. wie kann man bei orlies pseudophilosophischen gesülze ernst bleiben? hector hat segelohren, pitt eine schlechtsitzende perrücke und muskeln wie ein mammut. ich hab den film zweimal geguckt, ich lache eben gerne und ich errinnere mich jetzt an den schönsten kinobesuch überhaupt. die filmusik fand ich aber auch ziemlich schlecht. nur bei dem final-battle hector achilles hat das getrommle mal gepasst, sonst hat mich die msi sehr, zu stark an LoR errinnert.
brüh's eis: RE: Soundtrack erstellt am: 05.06.2005 - 15:18:10
also ich kenn die ilias auch und habe eine kassandra nicht vermißt. hätt man sie eingebaut wär das aber wohl eh nur so ein halbherziges zugeständnis ans literarische figurenensemble gewesen wie ajax – null tiefe, aber hauptsache kurz beim namen genannt und mit von der partie. die oberamazone petersilia oder wie die heißt wo von arschilles hätt getötet werden sollen allerdings wär auch im film für ihren auftritt gut gewesen so als burleskes blitz-interlude um die absurdidät der kriegsszenenkumulation zu krönen. Aber sowas geradezu komödiantisches wär wohl am intendierten stil vorbeigegangen.

tritt brett als arschilles war nur deshalb schwer akzeptabel weil er so bekannt ist. hätt ich ihn kurz vorher erstmals gesehn und dann erfahrn der soll arschilles spielen hätt ich gesagt hä wer isn das, sieht gut aus ok warum nicht?! aber wenn man ihn kennt und hört er soll das machen denkt man eher: was wie ausgerechnet der? ach neeeee du gibt’s da nicht jemand andern?!

dass die beiden liebenden um die zuerst alles ging helena und paris den krieg zwar ausgelöst, sich ansonsten aber null mit ruhm bekleckert (bzw. quasi sowieso keine rolle gespielt) haben, fand ich sehr realistisch: leute auf mr bean niveau wo nur mist baun aber sonst nix draufhaben stürzen den rest der welt bedenkenlos ins chaos.

mit sound und so kenn ich mich nich so aus aber der zweikampf zwischen hekki und arschi war mit den trommeln meiner meinung nach zu sehr auf zirkusnummernwirkung gequält so nach dem motto achtung achtung passt auf jetzt kommts und wer die ilias kennt weiß eh den ausgang des kampfes – schade, dann also nur mäßig spannend die szene. interessant dabei war aber immhin arschis heuchelei: erst tat er so als wollte er den kleinen rächen (patroklos), dann aber als hekki stolperte hieß es „steh auf prinz von troja ich lasse mir den ruhm nicht von einem stein stehlen“ – es ging letztlich also doch nur wieder um den ruhm. sehr entlarvend, fand ich gut (falls es absichtlich so gemessagt war).

bemerkenswert fand ich auch die rolle von nestor. solchen weisen alten herren traut man ja immer so ne art moralische reife zu. die war bei ihm aber gar nicht vorhanden stattdessen hat er die habgierige kriegstreiberei seines königs völlig willenlos unterstützt. so, wie achilles für dieses scheißprojekt sein schwert zur verfügung stellte, stellte nestor halt seinen geist zur verfügung, und somit hatte agammenon schwupps die besten waffen in der hand, die er sich wünschen konnte (ganz zu schweigen von odysseus’ list), was aber gerade ein räuberhauptmann bar jeder königswürde wie er am allerwenigsten verdiente. jahaa, so weit kommt das, wenn auch die klugen linientreu sind (mahnend finger erheb)!

wie auch immer, mir hat der film sehr gut gefallen. ha wer hätts gedacht aber doch, ehrlich!! vor allem weil der film u.a. mit hekki als vorbildlichem aufklärer ("die götter werden diese schlacht nicht für uns schlagen") programmatisch "entmetaphysiert" und somit "realistisch" konzipiert war - irgendein bekloppter hier im thread hat das aber nich gerafft und daher gemeint man hätt mit special effects die götter wie in der vorlage ins kampfgeschehen miteinbeziehn sollen - was ein glück nicht der fall war, das hätt nur wieder für ne menge unfreiwillige komik à la "die mumie" gesorgt.

*grinsende grüße*


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