Plakat The Day After TomorrowThe Day After Tomorrow | Originaltitel: The Day After Tomorrow | Produktion: USA 2004 | Dauer: 124 Minuten | Besucher: 15742
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 27.05.2004 | Starttermin, USA: 26.05.2004
Genres: Action, Sci-Fi, Thriller, Drama
Bewertungen: cengus: 9.0 | cooltommy: 9.0 | Franky: 8.5 | RobGordon: 8.5 | Kai: 8.5 | Christoph: 8.5 | earny: 8.5 | Paxton: 8.5 | kowalski84: 8.0 | DiamondDog: 8.0 | willtippin: 8.0 | Sven G.: 7.5 | Sebi: 7.5 | dotdeguy: 7.5 | deMarco81: 7.5 | Sebenika: 7.0 | Binca: 7.0 | ZONNEY: 7.0 | tuennes: 6.5 | chifan: 6.0 | Eldegar: 6.0

Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 7.74 (21); Action: 8.65 (13); Anspruch: 5.04 (12); Erotik: 3.5 (10); Humor: 5.45 (11); Musik: 7.77 (13); Unterhaltung: 8.08 (13)

Cast: Crew:
Dennis QuaidJack Hall
Jake GyllenhaalSam Hall
Emmy RossumLaura Chapman
Sir Ian HolmTerry Rapson
Sela WardLucy
Regisseur
Roland Emmerich
Produzent
Roland Emmerich
Filmmusik
Harald Kloser
Drehbuch
Roland Emmerich




Autor: chifan | 13.09.2004 - 13:50:59
Kurzkritik
Visuell ein Genuß und die Kritik an der Umweltpolitik ist durchaus löblich. Aber wieso müssen solche Filme immer wieder nur so vor Schmalz und Pathos triefen. Ähnliches musste man schon bei Independence Day ertragen. Ein Präsident der bis zur letzten Sekunde bei seinen Bürgern bleibt, eine so einfühlsame Ärztin mit einer so einfühlsamen Stimme (bei ID die Präsidentengattin) die ihr Leben für ein krebskrankes Kind aufs Spiel setzt (toll dass sie dadurch 1000 anderen Menschen ihre Hilfe verweigert) und mal wieder die typische Liebesgeschichte.
Naja irgendwie musste Emmerich ja den Film mit Handlung füllen. Und vielleicht ist dies auch der einzige Weg die Problematik der breiten Masse zu verdeutlichen. Übrigens will ich noch einmal auf das Buch "Der Schwarm" verweisen, dass wesentlich mehr Tiefgang beitzt und sich durch eine wesentlich genauere Schilderung z.B. der Funktionsweise der Ströme oder der Vorgänge bei solchen Riesenwellen auszeichnet.



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Kai: Roland Emmerich scheint mit seinem Film ja au... erstellt am: 06.05.2004 - 11:08:31
Roland Emmerich scheint mit seinem Film ja auch auf die drohende Klimakatastrophe hinweisen zu wollen. Bin ja mal gespannt wie der Film in den USA, die ja diesbezüglich nicht so interessiert sind ankommt...
tuennes: Mich hat der Film zunächst gar nicht interess... erstellt am: 06.05.2004 - 13:03:31
Mich hat der Film zunächst gar nicht interessiert. - Aufgeblasener Emmerich-Schund eben. - Dann hab ich vor ein paar Tagen ein Interview mit ihm im Fernsehen gesehen, wo er erzählte, dass der Film nicht nur aus Versehen sondern bewusst ein wenig politisch gemeint sei. Scheinbar ist Emmerich ein Grüner. - Und grüne Ideen muss man doch unterstützen. Also: Reingehen... ;-)
Kai: naja ich denke der Film wird schon ganz nett.... erstellt am: 06.05.2004 - 17:14:56
naja ich denke der Film wird schon ganz nett...
Audrey: Gozilla erstellt am: 02.06.2004 - 12:52:24
Habt ihr denn Gozilla nicht gesehen, in dem recht eindeutig die französischen Atomversuche kritisiert und auch die Gefahren der Atomenergie im allgemeinen angesprochen werden? So unpolitisch und ungrün war der gute Emmerich also früher auch schon nicht. ;-)
DiamondDog: guter film erstellt am: 26.05.2004 - 22:30:25
der film hat mir eigentlich gut gefallen, aber er ist total berechenbar und man weiß genau was, wie und wann passiert. Typisch Roland Emmerich. Dafür glänzt der Film von Efekten und die Kamerafahrt am Anfang ist wunderbar.
Kai: ich muß zustimmen, auch ich finde den Film... erstellt am: 27.05.2004 - 10:42:15
ich muß zustimmen, auch ich finde den Film sehr gelungen. Auch wenn es schön ist, daß Emmerich endlich mal seine Meinung sagt, so hätte er damit nicht unbedingt bis jetzt warten müssen... Witzig ist, daß er selbst ja auch gesagt hat, daß er hofft, daß die Amerikaner dieses Jahr nicht nochmal den gleichen Wahl-Fehler machen...
Doch zum Film:
Ich finde ihn wesentlich besser als seine sontigen über-patriotische Schmachtfetzen wie Independence Day oder "der Patriot". Die Special Effekts sind recht gelungen und führen anhand des Beispiels "New York" sehr schön vor Augen wie machtlos die Menschheit eigentlich gegenüber den Naturgewalten ist. Hier hätte er in meinen Augen auch noch einige andere Weltmetropolen zeigen können, um die Akzeptanz von Emmerichs Botschaft nicht nur in den USA zu erreichen. Klar hat der Film vielleicht etwas viel Pathos, und die Charaktere stehen nicht so sehr im Mittelpunkt aber durch die Bilder, die Effekte und die Musik wird trotzdem einiges an Spannung und Stimmung aufgebaut. Dies wird denke ich noch anderen Leuten so gehen, nicht nur mir, der bei der Szene mit den Signalfeuern in Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (The Lord of the Rings: The Return of the King schon ziemliche Gänsehaut bekam ;-). Die Schauspieler machen ihre Arbeit ansonsten gut, Jake Gyllenhaal machte seine Sache in Donnie Darko (Donnie Darko) schon gut und Emmy Rossum ist recht bezaubernd...
kowalski84: fand den film auch Gut erstellt am: 27.05.2004 - 15:21:01
The day after tomorrow überzeugt vor allem duch den interresannten Hintergrund und die wirklich Bombastischen Effekte (als Jack in die schlucht zu stürzen droht... solch ein Bild habe ich schon lange in keinem Film mehr gesehen). Die Handlung wirkt jedoch viel zu aufgesetzt und ist vohersehbar auffallig sind auch einge parralellen zu Independence Day. zum beispiel als die 3(!) hubschrauber ins bild kommen die weiß jeder der Independence Day gesehen hat dass sie abstürzen werden. Die Schauspieler haben auch mich überzeugt vor allem Donnie Darko Jake Gyllenhaal überzeugt (Die Szene im Flugzeug Donnie darko mit Flugangst :-) ) also wer sich nur irgentwie für Filtechnische Belange oder Effekte interressiert sollte den Film auf keinen Fall verpassen weil im Fernsehen selbst als DVD wird der Film nie so wirken wie im Kino. Leute denen vor allem eine gute story wichtig ist können auch zu Hause bleiben
RobGordon: Zustimmung erstellt am: 02.06.2004 - 15:20:17
Ich muss zustimmen. Ich war angenehm überrascht von dem Film. Die Effekte sind gigantisch, und dennoch erdrücken sie den Film nicht. Es gibt einige spannende Szenen, allerdings lassen einen die Schicksale der Charaktere kalt (im wahrsten Sinne des Wortes), aber das war bei Emmerich (Ausnahme: "Der Patriot", was habe ich Jason Isaacs gehasst) schon immer so. Der bisher beste potentielle Sommerblockbuster und mit Sicherheit Emmerichs bester Katastrophen-Film.
deMarco81: das Emmerich Rezept erstellt am: 12.06.2004 - 21:34:06
Das die einzelnen Schicksale den Zuschauer nicht allzusehr angreifen finde ich in diesem Film gut, da es hier mehr um das Schicksal der Menschheit geht, obwohl natürlich den Hollywood Gesetzen entsprechend Einzelschicksale dargestellt werden.
Was ich aber bei den Effekten bedauerlich fand, war, dass mich die Kinobilder nicht mehr so sehr umgeworfen haben, da die spannensten Szenen x-mal im Fernsehen gezeigt wurden - was man aber dem Film nicht übel nehmen darf; das kommt davon, wenn man zuviel Fern sieht. Daher hat mich auch der Anfang am meisten fasziniert und nicht die Twister bzw. Flut.
Zuviel Pathos hat der Film im Vergleich zu anderen dieser Sorte meiner Meinung nach nicht. Ich denke Emmerich hat hier das richtige Maß an Distanz genommen, auch wenn es durchaus noch etwas mehr hätte sein können, um die Message intensiver rüberzukriegen - aber vielleicht hat es ihm da ein wenig an Mut gefehlt. Das Action-Kino kann meiner Meinung nach schon mehr Tiefe bekommen - vorausgesetzt die Action und Message passen, denn sonst wirken solche Filme ganz schnell peinlich und unglaubwürdig. Ich finde gut, dass Emmerich in seinen Filme stets Parallelen zieht bzw. Anspielungen macht: Independence Day - Kalter Krieg und Koexistenz, Godzilla und TDAF - Rache der Natur, Patriot - Menschenunwürdigkeit des Krieges.
Das Maß an Action fand ich in Day After Tomorrow genau richtig, doch hätten den Dialogen etwas mehr Naturdiskussion gut getan.
Kai: gute Kritik, deMarco81. Gib doch noch eine Be... erstellt am: 13.06.2004 - 10:43:12
gute Kritik, deMarco81. Gib doch noch eine Bewertung für den Film ab...
chifan: Literaturempfehlung zum Thema erstellt am: 14.06.2004 - 15:36:26
Habe "The Day after tomorrow" zwar bisher noch nicht gesehen, allerdings hatte ich schon bei dem Trailer zum Film, dass dunkle Gefühl dass es sich hierbei fast um einen filmischen Clon des Bestsellers "Der Schwarm" von Frank Schätzing handeln könnte. Auch hier wendet sich die Natur gegen den Menschen, auch hier suchen Naturkatastrophen die Menschheit heim und auch hier wird der Golfstrom lahmgelegt. Zusätzlich verbünden sich aber auch noch die Meerestiere gegen den gemeinsamen Feind - den Menschen.
Wer also mal wieder etwas spannendes zum Lesen sucht und sich ein wenig für die Thematik interessiert, sollte also mal reinlesen, zumal "Der Schwarm" nicht nur 1000 Seiten Spannung pur bietet, sondern durch die gute Recherche von Schätzing auch eine Menge Tiefgang.
Kai: Zum Thema Literaturempfehlung passend ist die... erstellt am: 14.06.2004 - 16:24:13
Zum Thema Literaturempfehlung passend ist die Meldung die heute durch die Presse ging. So will der Harvard-Professor Ubaldo DiBenedetto in seinem, vor 1993 erschienenen, Buch "Polar Day 9" nicht nur eine ähnliche Story (Wissenschaftler warnt vor schneller Klimaveränderung) sondern auch einige Szenen ("Beide Werke beginnen auf einer Polarstation und enden mit einem Flug über eine unter Eismassen versunkene US-Metropole") gleich beschrieben haben. Mal sehen wie die Klage (die wohl aufgrund bessere Chancen beim Urheberrecht in Deutschland stattfindet) ausgehen wird. Mehr Infos: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,304115,00.html
Eldegar: Naja, der Hit ist das aber nicht... erstellt am: 15.07.2004 - 10:47:39
Und da hat er wieder zugeschlagen, der Katastrophenfilm-Spezialist Emmerich, nach seiner bewährten Machart. Er kombiniert geschickt Effekte und gigantische Bilder mit skurilen Motiven zu einem surrealistischen Bildermeer und vergißt - vielleicht merkt es ja keiner - die Story. Wie schon bei Independence-Day (großartige Bilder, miese Schauspieler und grottige Dialoge) erzeugt "The Day after Tomorrow" damit ein zwiespältiges Gefühl. Zwar ist das Thema aktuell und einige - kleinere - Seitenhiebe auf die westlichen Kulturen und deren Verantwortlichkeit fehlen auch nicht, aber die Vorgeschichte des Klimawandels kommt nicht zum Zuge. Gerade den Amerikanern mit ihren dicken Autos, die das dreifache eines normalen europäischen Autos verbrauchen, sollten ihre Fehler vor Augen geführt bekommen - das fehlt völlig in diesem Film; wer will sich's schon mit dem größten Markt verscherzen? Kyoto wird auch nur kurz am Rande erwähnt, aber nicht, dass die Amerikaner selber diesen Vertrag nicht unterzeichneten. Statt dessen das übliche Geblah eines Emmerich am Ende des Films: "Ja, wir werden uns bessern, und netter sein, und verantwortungsvoller..."
Schade auch, dass Emmerich's Vision vom Klimawandel in eine hollywoodkompatible Zeitspanne von ein paar Tagen gedrückt wurde. Nach meinen Internet-Recherchen völlig übertrieben (z.B. http://derstandard.at/standard.asp?id=1657206 )
Wie bei Independence Day schafft es der Bildermacher Emmerich nicht, zu einem Geschichtenerzähler von Rang aufzusteigen. Was soll z.B. die Nebenhandlung mit dem krebskranken Peter? Da sieht man, wie die Welt untergeht, und plötzlich schiebt der Regisseur völlig unnötig einen sentimentalen Seitenarm in die Geschichte hinein. Das Menschelnde liegt Emmerich eigentlich nicht, also sind solche Versuche zum Scheitern verurteilt - oder wem ist eine von Emmerichs Figuren ans Herz gewachsen?
Eine Zusammenfassung der Story, ich bringe jetzt doch eine, ist so: Erde kühlt sich ab, Vize-Präsident ist ignorant, Vater rettet Sohn, Nordhalbkugel am Ende unbewohnbar, ehemals "erste" Welt ist nun Einöde, "dritte" Welt ist nun Gatsgeber von Flüchtlingen, Vize-Präsident ist nun Präsident und gelobt Besserung. Punkt. Mehr gibt's leider wirklich nicht (es sei denn, man zählt Peter zur Geschichte dazu).

Als politisch würde ich - im Gegensatz zu einigen anderen hier - den Film keineswegs bezeichnen. Dafür setzt er zu sehr auf Bilder, statt auf Lösungen, und: es geht ja alles gut aus, es überleben die meisten, und wir kriegen eine neue Chance. Also nicht zuviel hineininterpretieren, ein Öko-Krieger ist der gute Roland sicher nicht - die hätten sich eher dem Schicksal von den ebenso leidenden wie unschuldigen Tieren und Pflanzen angenommen.

Aber:
Ich habe den Film genossen und gerne hingeguckt, es macht Spaß, ihn zu sehen und ich hatte eine gute Zeit dabei. Wer Unterhaltung will, findet das Richtige. Tiefsinnig ist der Film aber nun gar nicht und die Pseudo-Botschaft unnötig - weil jedem klar, der lesen kann.

Fazit: hoher Unterhaltungswert durch die Bilder, aber erhebliche Lücken in der Geschichte
Kai: guter Kommentar, kann mich anschließen...... erstellt am: 15.07.2004 - 11:05:24
guter Kommentar, kann mich der Kritik am Film anschließen. Wenn man ihm im Kontext der üblichen Hollywood-Schinken betrachtet kann man den Film aber durchaus als "kritisch" und "nicht un-politisch" bezeichnen - klar aber daß hier auch stärkere Kritik bzw. ein realistischer und langsamerer Klimawandel hätte aufgezeigt werden können.
Eldegar: Danke :-) Aber warum steht bei mir Anonymous? erstellt am: 15.07.2004 - 11:09:10
Kai: du hast den Beitrag wohl zuerst geschrieben u... erstellt am: 15.07.2004 - 11:10:26
du hast den Beitrag wohl zuerst geschrieben und dich danach angemeldet ;-) Ich habe den Autor geändert...


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