Nirgendwo in Afrika | Produktion: 2001 | Dauer: 138 Minuten | Besucher: 14228
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 27.12.2001
Genres: Drama
Bewertungen: Ulf: 9.0 | Audrey: 9.0 | Kai: 8.5 | willtippin: 8.5 | Anne: 8.0 | Sebenika: 8.0 | Peti: 7.5 | UHU: 7.5 | Mori: 7.0 | clemi: 7.0 | storm: 7.0 | Paxton: 5.5 | Mrs Freeze: 5.5 | Sebi: 5.0 | ZONNEY: 5.0
Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 7.2 (15)
| Cast: | Crew: | |||||||||||||||||
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Kurzkritik
Ein interessanter Film. Man merkt dass es sich um eine Literaturverfilmung handelt. Besonders positiv: die Musik, obwohl nur aus 2-3 Motiven bestehend unterstützt die Handlung äusserst positiv. Die Schauspieler, besonders die "junge" Regina (Lea Kurka) kann überzeugen.
Sehr gefallen hat mir auch die Synchronisierung (bzw. deren nicht-vorhandensein). Die Briten reden auf Englisch, die Afrikaner in ihrer Sprache (wie immer die auch heissen mag ;-)) Dadurch wirkt alles viel athmossphärischer, zur Unterstützung der Zuschauer werden allerdings auch noch Untertitel angezeigt
Sehr gefallen hat mir auch die Synchronisierung (bzw. deren nicht-vorhandensein). Die Briten reden auf Englisch, die Afrikaner in ihrer Sprache (wie immer die auch heissen mag ;-)) Dadurch wirkt alles viel athmossphärischer, zur Unterstützung der Zuschauer werden allerdings auch noch Untertitel angezeigt
Kurzkritik
Sehr inhaltsschwangere Verfilmung eines Buches von Stefanie Zweig. Die bewegende Geschichte der jüdischen Familie Redlich, die 1938 nach Kenia emigriert um der Naziherrschaft in Deutschland zu entkommen. Während Anwalt Walter Redlich (Merab Ninidze) Arbeit als Verwalter auf einer Farm erhält, kann es Ehefrau Jettel (Juliane Köhler) nicht fassen, dass sie jetzt in diesem "unzivilisiertem Negerland" festsitzen. Am besten findet sich ihre Tochter Regina (Lea Kurka/Karoline Eckertz) damit ab und lebt sich sehr schnell ein. Obwohl ihre Mutter es nicht gerne sieht, entwickelt sie doch eine Freundschaft zu dem schwarzen Koch Owuor (Sidede Onyulo) und lernt die einheimische Sprache und Gebräuche. Doch undiskutierte Probleme untereinander Bedrohen die Ehe der Redlichs und sogar der Krieg holt sie eines Tages ein.
Auch wenn der Film in Einzelteilen Betrachtet recht gut ist und auch die Regisseurin, die Kameraleute sowie die Schauspieler ihr Werk verstehen, überzeugt mich dieser Film nicht. Es gibt Bücher, die sollten Bücher bleiben und wenn man sie verfilmt, dann zerstört man vieles, dass diese Bücher ausmacht. Gerade Verfilmungen solch inhaltsschwerer Werke, die wohl weitaus schwerer sein mögen, als die Verfilmungen unterhaltender Trivialliteratur (z.B.: Harry Potter), fanden in meinen Augen noch nie Zustimmung. Zu sehr drücken die Augenlieder, da man nicht einfach wie bei einem interessanten, aber nicht aufregenden Buch, immer wieder Häppchenweise eintauchen kann. Hier wird man gezwungen alles auf einmal runterzuschlucken, zu verinnerlichen, zu sehen, was zumindest für meine Wenigkeit meist einfach zuviel des Guten ist und sich recht schnell Langeweile einstellt.
Auch wenn der Film in Einzelteilen Betrachtet recht gut ist und auch die Regisseurin, die Kameraleute sowie die Schauspieler ihr Werk verstehen, überzeugt mich dieser Film nicht. Es gibt Bücher, die sollten Bücher bleiben und wenn man sie verfilmt, dann zerstört man vieles, dass diese Bücher ausmacht. Gerade Verfilmungen solch inhaltsschwerer Werke, die wohl weitaus schwerer sein mögen, als die Verfilmungen unterhaltender Trivialliteratur (z.B.: Harry Potter), fanden in meinen Augen noch nie Zustimmung. Zu sehr drücken die Augenlieder, da man nicht einfach wie bei einem interessanten, aber nicht aufregenden Buch, immer wieder Häppchenweise eintauchen kann. Hier wird man gezwungen alles auf einmal runterzuschlucken, zu verinnerlichen, zu sehen, was zumindest für meine Wenigkeit meist einfach zuviel des Guten ist und sich recht schnell Langeweile einstellt.
Kurzkritik
Nachdem ich jetzt wieder bewerten, schreiben und unsinnige Kommentare abgeben kann, muß ich noch was zu diesem Film sagen (Kai hat mich dazu gezwungen!!):
Nicht nur die Bilder bei diesem Fim waren schön (was einer in der Reihe vor uns gesagt hat). Der Film war eigentlich ziemlich realistisch (hätte ich nach dem Titel und nachdem ich jetzt das Plakat gesehen hab nicht gedacht!). Er war nicht nach einem Schwarz-Weiß-Schema aufgebaut (war ja auch nicht für amerikanisches Publikum gedreht...), die Engländer waren nicht nur die Guten Anti-Nazis, sondern sie waren auch ziemlich antijüdisch/ antisemitisch (z.B. mußten in der Schule die jüdischen Schüler beim Vater-Unser an den Rand treten, der Schulleiter fragte: "Denkt ihr Juden eigentlich alle nur ans Geld?"), sie akzeptierten die Schotten nicht... . Auch die Hauptdarstellerin (Jettel) war am Anfang auch ziemlich rassistisch gegenüber ihren schwarzen Koch, den schwarzen Kindern... . Die Anfangszeit in Afrika war auch gut gelöst, da Regina und Jettel noch afrikanisch lernen mußten und sich deswegen auch nicht gleich in diesem Urlaubsland wohlfühlten. Die Afrikaner in dem Film haben auch wirklich afrikanisch geredet haben (ob die Wörter mit den Untertiteln übereingestimmt haben, konnte ich leider nicht nachprüfen ;-) ) und es war nicht wie in irgendwelchen schwachsinnigen Serien, daß alle Afrikaner und Engländer von den kleinsten Kinder an fließend deutsch geredet haben (soll aber auch in ebenso "tollen" Kinofilmen vorkommen).
Nicht nur die Bilder bei diesem Fim waren schön (was einer in der Reihe vor uns gesagt hat). Der Film war eigentlich ziemlich realistisch (hätte ich nach dem Titel und nachdem ich jetzt das Plakat gesehen hab nicht gedacht!). Er war nicht nach einem Schwarz-Weiß-Schema aufgebaut (war ja auch nicht für amerikanisches Publikum gedreht...), die Engländer waren nicht nur die Guten Anti-Nazis, sondern sie waren auch ziemlich antijüdisch/ antisemitisch (z.B. mußten in der Schule die jüdischen Schüler beim Vater-Unser an den Rand treten, der Schulleiter fragte: "Denkt ihr Juden eigentlich alle nur ans Geld?"), sie akzeptierten die Schotten nicht... . Auch die Hauptdarstellerin (Jettel) war am Anfang auch ziemlich rassistisch gegenüber ihren schwarzen Koch, den schwarzen Kindern... . Die Anfangszeit in Afrika war auch gut gelöst, da Regina und Jettel noch afrikanisch lernen mußten und sich deswegen auch nicht gleich in diesem Urlaubsland wohlfühlten. Die Afrikaner in dem Film haben auch wirklich afrikanisch geredet haben (ob die Wörter mit den Untertiteln übereingestimmt haben, konnte ich leider nicht nachprüfen ;-) ) und es war nicht wie in irgendwelchen schwachsinnigen Serien, daß alle Afrikaner und Engländer von den kleinsten Kinder an fließend deutsch geredet haben (soll aber auch in ebenso "tollen" Kinofilmen vorkommen).
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