Plakat Nirgendwo in AfrikaNirgendwo in Afrika | Produktion: 2001 | Dauer: 138 Minuten | Besucher: 14228
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 27.12.2001
Genres: Drama
Bewertungen: Ulf: 9.0 | Audrey: 9.0 | Kai: 8.5 | willtippin: 8.5 | Anne: 8.0 | Sebenika: 8.0 | Peti: 7.5 | UHU: 7.5 | Mori: 7.0 | clemi: 7.0 | storm: 7.0 | Paxton: 5.5 | Mrs Freeze: 5.5 | Sebi: 5.0 | ZONNEY: 5.0

Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 7.2 (15)

Cast: Crew:
Matthias HabichSüsskind
Juliane KöhlerJettel Redlich
Regisseur
Caroline Link
Produzent
Bernd Eichinger
Drehbuch
Caroline Link







Autor: Kai | 20.12.2001 - 10:31:58
Kurzkritik
Ein interessanter Film. Man merkt dass es sich um eine Literaturverfilmung handelt. Besonders positiv: die Musik, obwohl nur aus 2-3 Motiven bestehend unterstützt die Handlung äusserst positiv. Die Schauspieler, besonders die "junge" Regina (Lea Kurka) kann überzeugen.

Sehr gefallen hat mir auch die Synchronisierung (bzw. deren nicht-vorhandensein). Die Briten reden auf Englisch, die Afrikaner in ihrer Sprache (wie immer die auch heissen mag ;-)) Dadurch wirkt alles viel athmossphärischer, zur Unterstützung der Zuschauer werden allerdings auch noch Untertitel angezeigt
Autor: Sebi | 20.12.2001 - 11:22:26
Kurzkritik
Sehr inhaltsschwangere Verfilmung eines Buches von Stefanie Zweig. Die bewegende Geschichte der jüdischen Familie Redlich, die 1938 nach Kenia emigriert um der Naziherrschaft in Deutschland zu entkommen. Während Anwalt Walter Redlich (Merab Ninidze) Arbeit als Verwalter auf einer Farm erhält, kann es Ehefrau Jettel (Juliane Köhler) nicht fassen, dass sie jetzt in diesem "unzivilisiertem Negerland" festsitzen. Am besten findet sich ihre Tochter Regina (Lea Kurka/Karoline Eckertz) damit ab und lebt sich sehr schnell ein. Obwohl ihre Mutter es nicht gerne sieht, entwickelt sie doch eine Freundschaft zu dem schwarzen Koch Owuor (Sidede Onyulo) und lernt die einheimische Sprache und Gebräuche. Doch undiskutierte Probleme untereinander Bedrohen die Ehe der Redlichs und sogar der Krieg holt sie eines Tages ein.
Auch wenn der Film in Einzelteilen Betrachtet recht gut ist und auch die Regisseurin, die Kameraleute sowie die Schauspieler ihr Werk verstehen, überzeugt mich dieser Film nicht. Es gibt Bücher, die sollten Bücher bleiben und wenn man sie verfilmt, dann zerstört man vieles, dass diese Bücher ausmacht. Gerade Verfilmungen solch inhaltsschwerer Werke, die wohl weitaus schwerer sein mögen, als die Verfilmungen unterhaltender Trivialliteratur (z.B.: Harry Potter), fanden in meinen Augen noch nie Zustimmung. Zu sehr drücken die Augenlieder, da man nicht einfach wie bei einem interessanten, aber nicht aufregenden Buch, immer wieder Häppchenweise eintauchen kann. Hier wird man gezwungen alles auf einmal runterzuschlucken, zu verinnerlichen, zu sehen, was zumindest für meine Wenigkeit meist einfach zuviel des Guten ist und sich recht schnell Langeweile einstellt.
Autor: UHU | 21.12.2001 - 20:40:58
Kurzkritik
Nachdem ich jetzt wieder bewerten, schreiben und unsinnige Kommentare abgeben kann, muß ich noch was zu diesem Film sagen (Kai hat mich dazu gezwungen!!):
Nicht nur die Bilder bei diesem Fim waren schön (was einer in der Reihe vor uns gesagt hat). Der Film war eigentlich ziemlich realistisch (hätte ich nach dem Titel und nachdem ich jetzt das Plakat gesehen hab nicht gedacht!). Er war nicht nach einem Schwarz-Weiß-Schema aufgebaut (war ja auch nicht für amerikanisches Publikum gedreht...), die Engländer waren nicht nur die Guten Anti-Nazis, sondern sie waren auch ziemlich antijüdisch/ antisemitisch (z.B. mußten in der Schule die jüdischen Schüler beim Vater-Unser an den Rand treten, der Schulleiter fragte: "Denkt ihr Juden eigentlich alle nur ans Geld?"), sie akzeptierten die Schotten nicht... . Auch die Hauptdarstellerin (Jettel) war am Anfang auch ziemlich rassistisch gegenüber ihren schwarzen Koch, den schwarzen Kindern... . Die Anfangszeit in Afrika war auch gut gelöst, da Regina und Jettel noch afrikanisch lernen mußten und sich deswegen auch nicht gleich in diesem Urlaubsland wohlfühlten. Die Afrikaner in dem Film haben auch wirklich afrikanisch geredet haben (ob die Wörter mit den Untertiteln übereingestimmt haben, konnte ich leider nicht nachprüfen ;-) ) und es war nicht wie in irgendwelchen schwachsinnigen Serien, daß alle Afrikaner und Engländer von den kleinsten Kinder an fließend deutsch geredet haben (soll aber auch in ebenso "tollen" Kinofilmen vorkommen).



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Peti: Kommentar erstellt am: 20.12.2001 - 14:57:00
Ich fand den Film gut. Endlich mal was anderes in der Sneak! Der Fast-Food-Anteil des Kinopublikums war sicherlich schwer enttäuscht, keinen neuen Aufguss von American Pie oder irgendeinem Teenie-Gewäsch zu sehen, aber warum geht man denn in die Sneak ? Wer sowas will, der kann auch an anderen Tagen ins Kino gehen! In der Sneak hat man die Möglichkeit, vielleicht auch mal einen Leckrbissen zu sehen, der nicht im normalem Programm laufen wird. Nirgendwo in Afrika war mal eine willkommene Abwechslung, da er nicht, wie schon genannt, auf Effekte und Überraschungen setzt, sondern die Story in den Vordergrund tritt. Ich kann den Film allerdings nur Kinogängern empfehlen, die sich nicht davor scheuen, mal was anderes zu sehen. Die Atmosphäre ist bei diesem Film sehr gut!
Audrey: sympathisch erstellt am: 14.05.2002 - 12:32:41
Ich habe diesen wunderschoenen Film seinerzeit hier in Muenchen in Anwesenheit von Caroline Link und Julianne Köhler (die ja hier wohnen) gesehen, und ich denke, dass er mir deswegen so am Herzen liegt, weil die Regisseurin so wahnsinnig sympathisch war und interessant erzählt hat. So hat man z.B. echt net gemerkt, dass der Vater tatsächlich synchronisiert war. Sie meinte, er hätte zwar nur einen leichten Akzent, aber bei einem Deutschen, der nach Afrika auswandert, hätte das einfach nicht gepasst, deswegen wurde er so sorgfältig von jemandem mit ähnlicher Stimme nachsynchronisiert, dass man's echt net gemerkt hat. Beeindruckend. Auch der Darsteller für den Koch war ein Glücksfall, den hatten se wohl über ne kenianische Agentur vermittelt bekommen.
Kai: Re: Kommentar erstellt am: 14.05.2002 - 13:38:47
der Vater wurde synchronisiert? Wenn er deutsch geredet hat oder wie?
Audrey: Re: Kommentar erstellt am: 14.05.2002 - 15:01:35
Ja, der ist doch aus Georgien (Hab nachgeschaut). Als guter Schauspieler hat er recht gut deutsch sprechen gelernt, aber Frau Link war nicht zufrieden, weil eben doch noch ein leichter Akzent drin war.
Kai: Re: Kommentar erstellt am: 14.05.2002 - 15:23:19
uih, dann ist er wirklich gut synchronisiert.
Kai: Re: Kommentar erstellt am: 11.02.2003 - 20:25:39
nominiert als bester ausländischer Film bei den Oskars 2003
anonymous: RE: Kommentar erstellt am: 31.01.2005 - 15:23:28
Autor: kamui

hey....kann mir einer etwas über die fee sagen, die sich regina ausgedacht hat?


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