Kritik
die Story:
Sy Parrish (Robin Williams) ist Leiter der Schnell-Fotoabteilung in einem Supermarkt. Er ist stolz darauf für "seine" Kunden die besten Abzüge in der Gegend liefern zu können. Sy kennt all seine Kunden doch besonders ist ihm die Familie von Nina Yorkin (Connie Nielsen) ans Herz gewachsen. Fast jeden Tag bringt sie Bilder aus der Familie mit Ehemann Will (Michael Vartan) und Sohn Jake (Dylan Smith). Sy fühlt sich faßt wie eine Art Onkel - als er dann herausbekommt, daß Will seine Frau betrügt will er ihn dafür bestrafen...
die Kritik:
Der Film wird in einer Art Rückblende von Sy erzählt der zu Beginn des Films von Polizisten gefaßt wird. Zu diesem Zeitpunkt weiß man noch nicht weswegen doch die Äußerungen der Polizisten laßen auf ein blutiges Verbrechen schließen.
Sy erzählt wie es dazu kam, daß er schließlich verhaftet wurde und versucht Verständnis zu wecken. Obwohl der Ausgang des Filmes (Sy's Verhaftung) schon zu Beginn bekannt ist wird trotzdem eine beträchtliche Spannung aufgebaut, nicht zuletzt durch die stimmigen Szenenerien.
So z.B. Sy im Supermarkt (der übrigens in einem zum Abriss freigegebenen Bürogebäude aufgebaut wurde): er ist sowohl in Kleidung als auch farblich völlig angepaßt - der Supermarkt ist seine Welt. Neben dieser Welt hat er nur noch die Welt der Photos seiner Kunden von welchen er sich oft auch selbst Abzüge macht.
Zu Beginn des Films ist das Verhältnis des Zuschauers zu Sy noch eher distanziert doch sein Verhalten wird mit seiner Erzählung durchaus plausibel gemacht - man merkt wie einsam Sy ist, welche Probleme er hat - all dies perfekt durch die Szenerie; z.B. seine Wohnung unterstützt.
"One Hour Photo" erzählt keine großartige Geschichte, er konnte mich jedoch durch die "kleinen Dinge" überzeugen. Diese kleinen Dinge die sonst wie auch Sy im Film sagt "viel zu wenig festgehalten werden" sind für mich im Film die Ausleuchtung, die Figur Sy (von seiner Haarfarbe hin zu der Manie ständig die Brille nach oben schieben zu müssen) und nicht zuletzt die Kameraführung (Jeff Cronenweth, welcher sich auch schon in Fight Club und K-19 für die Kamera verantwortlich zeigte). Ein einfacher Film doch trotzdem gerade durch seine Feinheiten sehenswert.
weiter zur Übersichtsseite von One Hour Photo
Sie sind hier: