Sherlock Holmes | Originaltitel: Sherlock Holmes | Produktion: Großbritannien, Australien, USA 2009 | Dauer: 128 Minuten | Besucher: 2293
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 28.01.2010
Genres: Action, Abenteuer, Kriminalfilm, Thriller, Drama
Bewertungen: a.g.wells: 9.0 | DiamondDog: 8.5 | Audrey: 8.0 | kowalski84: 7.5 | willtippin: 7.0 | cooltommy: 6.0 | ZONNEY: 6.0
Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 7.43 (7)
| Cast: | Crew: | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Kurzkritik
Sir Arthur Conan Doyle schuf diesen Detektiv Ende des 19.Jahrhundert. Bis heute gibt es viele Menschen die glauben, es gibt ihn wirklich. Anlas für Regisseur Guy Ritchie eine Neuverfilmung über diese Kultfigur zu machen.
London, um 1890. Nach einer Serie brutaler Ritualmorde gelingt es Holmes (Robert Downey jr.) und Watson (Jude Law) im letzten Moment, ein weiteres Opfer zu retten und den Mörder zu stellen: Es ist Lord Blackwood ( Mark Strong), der keinerlei Reue zeigt. Obwohl Blackwoods Hinrichtungstermin immer näher rückt, terrorisiert er seine Mitgefangenen und Wärter damit, dass er offenbar mit übernatürlichen Mächten im Bunde steht.
Blackwood warnt Holmes und behauptet, dass der Tod ihm nichts anhaben kann, ja, dass der Tod am Galgen sogar zu seinem Plan gehört. Und tatsächlich sieht es so aus, als ob Blackwood mit seinem Versprechen recht behält: Seine augenscheinliche Auferstehung versetzt London in Panik und stellt Scotland Yard vor ein Rätsel. Doch damit, so Holmes, „hat das Spiel erst begonnen“.
Obwohl es keine Originalstory aus der Feder von Canon Doyle ist, gelingt es dem Regisseur eine Spannungs- und Aktionreiche Geschichte zu erzählen. Mit gelungenen Charakteren in Form von dem Downey, Law und Strong. Ergänzt durch zwei schöne Frauen in Gestalt der Irene Adler (Rachel McAdams) und der Braut von Watson Kelly Reilly (Mary Morstan).
Unter Anwendung aller technischen Gimmicks und einer präzisen Kamera entsteht ein opulentes London um 1890. Dazu kräftige Explosionen und Zerstörungsorgien (Emmerich Effekt) runden diesen Film ab. Mit einer Ausnahme - das englische Parlament hat Guy Ritchie unversehrt gelassen.
128 Minuten - ein gut anzuschauendes Abenteuer.
London, um 1890. Nach einer Serie brutaler Ritualmorde gelingt es Holmes (Robert Downey jr.) und Watson (Jude Law) im letzten Moment, ein weiteres Opfer zu retten und den Mörder zu stellen: Es ist Lord Blackwood ( Mark Strong), der keinerlei Reue zeigt. Obwohl Blackwoods Hinrichtungstermin immer näher rückt, terrorisiert er seine Mitgefangenen und Wärter damit, dass er offenbar mit übernatürlichen Mächten im Bunde steht.
Blackwood warnt Holmes und behauptet, dass der Tod ihm nichts anhaben kann, ja, dass der Tod am Galgen sogar zu seinem Plan gehört. Und tatsächlich sieht es so aus, als ob Blackwood mit seinem Versprechen recht behält: Seine augenscheinliche Auferstehung versetzt London in Panik und stellt Scotland Yard vor ein Rätsel. Doch damit, so Holmes, „hat das Spiel erst begonnen“.
Obwohl es keine Originalstory aus der Feder von Canon Doyle ist, gelingt es dem Regisseur eine Spannungs- und Aktionreiche Geschichte zu erzählen. Mit gelungenen Charakteren in Form von dem Downey, Law und Strong. Ergänzt durch zwei schöne Frauen in Gestalt der Irene Adler (Rachel McAdams) und der Braut von Watson Kelly Reilly (Mary Morstan).
Unter Anwendung aller technischen Gimmicks und einer präzisen Kamera entsteht ein opulentes London um 1890. Dazu kräftige Explosionen und Zerstörungsorgien (Emmerich Effekt) runden diesen Film ab. Mit einer Ausnahme - das englische Parlament hat Guy Ritchie unversehrt gelassen.
128 Minuten - ein gut anzuschauendes Abenteuer.
Kurzkritik
Englands berühmter Privatermittler aus der Baker Street ist zurück: "Snatch"-Regisseur Guy Ritchie liefert mit seinem neuen Film "Sherlock Holmes" eine freie Adaption der Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle - und lässt Robert Downey Jr. als Meisterdetektiv zwischen Genie und Wahnsinn zu absoluter Höchstform auflaufen.
Ende des 19. Jahrhunderts versetzt eine Reihe von Ritualmorden die Stadt London in Angst und Schrecken. Der Privatdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und sein langjähriger Partner Dr. Watson (Jude Law) können in letzter Sekunde eine weitere Bluttat verhindern und den Mörder stellen - es ist der geheimnisvolle Lord Blackwood (Mark Strong). Kurz vor seiner Hinrichtung verkündet er, dass auch nach seinem Tod noch drei Menschen sterben werden. Holmes nimmt diese Drohung jedoch nicht ernst. Als bald darauf ein hochrangiges Mitglied der Londoner Gesellschaft unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt und die Exhumierung von Blackwoods Leiche weitere Rätsel aufgibt, ist das berühmte Kombinationstalent des Meisterdetektivs gefragt. Blöd nur, dass ausgerechnet jetzt seine Exgeliebte Irene Adler (Rachel McAdams) auftaucht und für ordentlich Ablenkung sorgt...
"Kombinieren: Vom Allgemeinen zum Speziellen gelangen. Ist das nicht die richtige Methode, um ein Problem zu lösen?" - Dieses Zitat stammt nicht aus "Sherlock Holmes", sondern aus einer Folge der Fernsehserie "Star Trek: The Next Generation", in der Data auf dem Holodeck der "Enterprise" in die Rolle des Detektivs schlüpft und einen Kriminalfall nachspielt. In dieser Episode von 1988, die den Titel "Sherlock Data Holmes" trägt, habe ich zum ersten Mal etwas von dem genialen Privatermittler gehört, der aus den kleinsten Details messerscharfe Rückschlüsse ziehen kann - und war sofort von der Figur fasziniert. Auch prägte diese "Star Trek"-Folge bei mir ein bestimmtes Image von Holmes: Er ist der logische Denker, sehr rational und überlegt, wortgewandt, zuvorkommend, kultiviert und gesellschaftlich geachtet - ein typischer Gentleman eben.
Zu diesem bekannten Bild des Meisterdetektivs, das auch durch zahlreiche andere Verfilmungen etabliert wurde, kommt in Guy Ritchies Neuinterpretation noch ein weiterer - äußerst interessanter - Aspekt hinzu: seine dunkle Seite. Denn Sherlock Holmes ist hier als recht ambivalente Figur entworfen und damit näher an die literarische Vorlage angelehnt. Zum Entspannen liest er kein gutes Buch, er reagiert sich einfach bei Boxkämpfen ab. So kommt es, dass Holmes die Schurken nicht durch Raffinesse in die Enge drängt, sondern auch mal mit den Fäusten erledigt, wenn es sich anbietet. Seine Wohnung ist weder stilvoll eingerichtet, noch bekommt sie häufig Tageslicht zu sehen. Und der Sinn seiner teils irrwitzigen Experimente scheint sich auch nur ihm zu erschließen - selbst Watson zweifelt da hin und wieder an Holmes' Geisteszustand. Genie und Wahnsinn liegen hier wirklich sehr nahe beieinander.
Dass dieser "neue" Sherlock Holmes dabei durchweg sympathisch und glaubwürdig bleibt, ist dem wirklich brillanten Spiel von Robert Downey Jr. zu verdanken, der Mitte Januar für diese Rolle - sehr verdient - den Golden Globe als "Bester Hauptdarsteller" erhalten hat. Bei Holmes' Wortgefechten mit Dr. Watson, der von einem ebenfalls sehr sehenswerten Jude Law verkörpert wird, kann er sein Talent voll unter Beweis stellen. Und auch die Momente, in denen die Eifersucht des Detektivs auf Watsons Verlobte Mary (Kelly Reilly) durchscheint, sind kleine Meisterleistungen des Schauspielers. Die Frage, ob Holmes und Watson mehr verbindet als nur eine rein platonische Männerfreundschaft, schwebt dann immer latent im Raum - ohne aber unpassend zu wirken.
Auch die zeitgemäße Inszenierung als humorvolles Actionspektakel kann größtenteils überzeugen. Regisseur Guy Ritchie hat Sherlock Holmes ins neue Jahrtausend geführt und recht gelungen fürs Popcornkino aufbereitet. Besonders herausragend sind etwa die Zeitlupenaufnahmen, in denen Holmes gedanklich seinen Plan durchspielt und aus dem Off erklärt, wie er gleich vorgehen wird. Zudem ist das London des späten 19. Jahrhunderts mit einer stimmigen Mischung aus Animationen und realen Kulissen erschaffen worden und wirkt sehr lebendig. Dazu hat Hans Zimmer einen gewohnt erstklassigen und äußerst atmosphärischen Soundtrack abgeliefert. Das einzige wirkliche Manko des Films: Er hat zu viele Längen im Mittelteil. Die Handlung hätte hier deutlich gestrafft werden können.
Trotz der erzählerischen Mängel hat man am Ende aber erstaunlich viel Lust auf die Fortsetzung, die geschickt eingeleitet wird. Ähnlich wie bei "Batman Begins", wo es zum Schluss bereits den Hinweis darauf gibt, dass im Nachfolger "The Dark Knight" der Joker als Bösewicht vorkommt, wird auch hier klar, gegen wen der Meisterdetektiv im zweiten Teil antreten muss. Die Fortsetzung soll 2011 in die Kinos kommen. Sherlock Holmes ist für Robert Downey Jr. jetzt also - neben Tony Stark aus den "Iron Man"-Filmen - die zweite Hauptrolle in einer groß angelegten Blockbuster-Reihe.
Fazit: "Sherlock Holmes" präsentiert sich als unterhaltsames Popcornkino mit einem grandiosen Robert Downey Jr., der den Film über die eine oder andere Länge hinwegrettet. Steigerungspotenzial für die Fortsetzung ist jedenfalls vorhanden.
Ende des 19. Jahrhunderts versetzt eine Reihe von Ritualmorden die Stadt London in Angst und Schrecken. Der Privatdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und sein langjähriger Partner Dr. Watson (Jude Law) können in letzter Sekunde eine weitere Bluttat verhindern und den Mörder stellen - es ist der geheimnisvolle Lord Blackwood (Mark Strong). Kurz vor seiner Hinrichtung verkündet er, dass auch nach seinem Tod noch drei Menschen sterben werden. Holmes nimmt diese Drohung jedoch nicht ernst. Als bald darauf ein hochrangiges Mitglied der Londoner Gesellschaft unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt und die Exhumierung von Blackwoods Leiche weitere Rätsel aufgibt, ist das berühmte Kombinationstalent des Meisterdetektivs gefragt. Blöd nur, dass ausgerechnet jetzt seine Exgeliebte Irene Adler (Rachel McAdams) auftaucht und für ordentlich Ablenkung sorgt...
"Kombinieren: Vom Allgemeinen zum Speziellen gelangen. Ist das nicht die richtige Methode, um ein Problem zu lösen?" - Dieses Zitat stammt nicht aus "Sherlock Holmes", sondern aus einer Folge der Fernsehserie "Star Trek: The Next Generation", in der Data auf dem Holodeck der "Enterprise" in die Rolle des Detektivs schlüpft und einen Kriminalfall nachspielt. In dieser Episode von 1988, die den Titel "Sherlock Data Holmes" trägt, habe ich zum ersten Mal etwas von dem genialen Privatermittler gehört, der aus den kleinsten Details messerscharfe Rückschlüsse ziehen kann - und war sofort von der Figur fasziniert. Auch prägte diese "Star Trek"-Folge bei mir ein bestimmtes Image von Holmes: Er ist der logische Denker, sehr rational und überlegt, wortgewandt, zuvorkommend, kultiviert und gesellschaftlich geachtet - ein typischer Gentleman eben.
Zu diesem bekannten Bild des Meisterdetektivs, das auch durch zahlreiche andere Verfilmungen etabliert wurde, kommt in Guy Ritchies Neuinterpretation noch ein weiterer - äußerst interessanter - Aspekt hinzu: seine dunkle Seite. Denn Sherlock Holmes ist hier als recht ambivalente Figur entworfen und damit näher an die literarische Vorlage angelehnt. Zum Entspannen liest er kein gutes Buch, er reagiert sich einfach bei Boxkämpfen ab. So kommt es, dass Holmes die Schurken nicht durch Raffinesse in die Enge drängt, sondern auch mal mit den Fäusten erledigt, wenn es sich anbietet. Seine Wohnung ist weder stilvoll eingerichtet, noch bekommt sie häufig Tageslicht zu sehen. Und der Sinn seiner teils irrwitzigen Experimente scheint sich auch nur ihm zu erschließen - selbst Watson zweifelt da hin und wieder an Holmes' Geisteszustand. Genie und Wahnsinn liegen hier wirklich sehr nahe beieinander.
Dass dieser "neue" Sherlock Holmes dabei durchweg sympathisch und glaubwürdig bleibt, ist dem wirklich brillanten Spiel von Robert Downey Jr. zu verdanken, der Mitte Januar für diese Rolle - sehr verdient - den Golden Globe als "Bester Hauptdarsteller" erhalten hat. Bei Holmes' Wortgefechten mit Dr. Watson, der von einem ebenfalls sehr sehenswerten Jude Law verkörpert wird, kann er sein Talent voll unter Beweis stellen. Und auch die Momente, in denen die Eifersucht des Detektivs auf Watsons Verlobte Mary (Kelly Reilly) durchscheint, sind kleine Meisterleistungen des Schauspielers. Die Frage, ob Holmes und Watson mehr verbindet als nur eine rein platonische Männerfreundschaft, schwebt dann immer latent im Raum - ohne aber unpassend zu wirken.
Auch die zeitgemäße Inszenierung als humorvolles Actionspektakel kann größtenteils überzeugen. Regisseur Guy Ritchie hat Sherlock Holmes ins neue Jahrtausend geführt und recht gelungen fürs Popcornkino aufbereitet. Besonders herausragend sind etwa die Zeitlupenaufnahmen, in denen Holmes gedanklich seinen Plan durchspielt und aus dem Off erklärt, wie er gleich vorgehen wird. Zudem ist das London des späten 19. Jahrhunderts mit einer stimmigen Mischung aus Animationen und realen Kulissen erschaffen worden und wirkt sehr lebendig. Dazu hat Hans Zimmer einen gewohnt erstklassigen und äußerst atmosphärischen Soundtrack abgeliefert. Das einzige wirkliche Manko des Films: Er hat zu viele Längen im Mittelteil. Die Handlung hätte hier deutlich gestrafft werden können.
Trotz der erzählerischen Mängel hat man am Ende aber erstaunlich viel Lust auf die Fortsetzung, die geschickt eingeleitet wird. Ähnlich wie bei "Batman Begins", wo es zum Schluss bereits den Hinweis darauf gibt, dass im Nachfolger "The Dark Knight" der Joker als Bösewicht vorkommt, wird auch hier klar, gegen wen der Meisterdetektiv im zweiten Teil antreten muss. Die Fortsetzung soll 2011 in die Kinos kommen. Sherlock Holmes ist für Robert Downey Jr. jetzt also - neben Tony Stark aus den "Iron Man"-Filmen - die zweite Hauptrolle in einer groß angelegten Blockbuster-Reihe.
Fazit: "Sherlock Holmes" präsentiert sich als unterhaltsames Popcornkino mit einem grandiosen Robert Downey Jr., der den Film über die eine oder andere Länge hinwegrettet. Steigerungspotenzial für die Fortsetzung ist jedenfalls vorhanden.
Kurzkritik
Ein bombastischer Filmspaß mit Robert Downey Jr. und Jude Law als Sherlock Holmes und Dr. Watson. Holmes mag etwas abgewrackter und muskulöser sein als üblich, aber es gibt hinreichend komplexe Zusammenhänge und Spannung und Action und vor allem ein wunderhübsches Setting. Sehenswert.
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