Terminator: Die Erlösung | Originaltitel: Terminator Salvation | Produktion: USA, Deutschland, Großbritannien 2009 | Besucher: 7619
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 04.06.2009 | Starttermin, International (Produktionsland): 22.05.2009
Genres: Action, Sci-Fi, Thriller, Drama
Bewertungen: Anaijavi: 7.0 | ZONNEY: 7.0 | Kai: 6.5 | cooltommy: 6.5 | Mr. Ego: 6.5 | a.g.wells: 6.0 | willtippin: 6.0 | dreamfall: 6.0 | DejaVu: 4.0
Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 6.17 (9)
| Cast: | Crew: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Kurzkritik
„TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG“
2003 war es noch der Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der im „Terminator 3“ zu sehen war. Jetzt nach Langem hin und her kommt die Fortsetzung in die Kinos. Allerdings ohne Arni. Und damit fehlt so ein bisschen der ironische Humor in dieser Geschichte. Regisseur McG („3 Engel für Charlie“) hat mit viel Aufwand und neuen Ideen ein ganz anderen Film geschaffen.
Die Apokalypse ist passiert. Skynet hat 2004 die Welt in einem nuklearen Krieg zerstört. Wir befinden uns im Jahre 2018. Der letzte ultimative Kampf der Menschen gegen die Maschine hat begonnen. John Connors (Christian Bale) wird, wie in der Prophezeiung angekündigt, der Anführer des Widerstandes.
Er begegnet dem geheimnisvollen Marcus Wright (Sam Worthington). Er hat drei Morde begangen und wurde zum Tode verurteilt. Im Todestrakt überredet Dr. Serena Kogen (Helena Bonham Carter) ihn, seinen Körper der Forschung zur Verfügung zu stellen.
Das Einzige, an das dieser sich erinnern kann, ist, dass er zum Tode verurteilt wurde – danach fehlt Marcus jegliche Erinnerung,
bis er in dieser fremden, lebensfeindlichen Welt aufwachte.
Ist Marcus aus der Zukunft gesandt worden, um den Widerstand zu infiltrieren? Oder ist er aus der Vergangenheit gerettet worden? Connor muss sich entscheiden, ob er dem geheimnisvollen Fremden vertrauen kann. In der Zwischenzeit entwickelt Skynet neue Strategien und bereitet den finalen Vernichtungsschlag vor. Zusammen mit Marcus muss sich John Connor im direkten Kampf gegen Skynet stellen – und dabei decken sie jenes schreckliche Geheimnis auf, das hinter dem möglichen Ende der gesamten Menschheit steht…
Es wimmelt nur so von technischem Equipment. Alle möglichen Varianten von Terminatoren bevölkern die Leinwand. Skynet bietet sein ganzes Arsenal an Maschinen auf, um die Menschheit auszurotten. T- 600, der Vorgänger T-800. Dazu die Hunter Killer, die ein bisschen aussehen als seien sie bei Starwars übriggeblieben. Und nicht zu vergessen der Harvester. Eine Maschine die Menschen einsammelt und ins Hauptquartier von Skynet bringt.
Als kleiner Gag erscheint ein Terminator mit den Gesichtszügen von Arnie im Showdown. Insgesamt ein technisch aufwendiger, aber brillant digital umgesetzter Kriegsfilm. Und bei soviel Maschinen stellt man sich die Frage, wozu braucht man noch Schauspieler? Wie heißt es so schön zum Schluss. Wir haben die Schlacht gewonnen, aber der Krieg ist noch nicht beendet. Soll heißen T 5 kommt bestimmt.
115 Minuten – eine ohrenbetäubende Apokalypse.
Ab 04. Juni 2009 im KINO.
2003 war es noch der Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der im „Terminator 3“ zu sehen war. Jetzt nach Langem hin und her kommt die Fortsetzung in die Kinos. Allerdings ohne Arni. Und damit fehlt so ein bisschen der ironische Humor in dieser Geschichte. Regisseur McG („3 Engel für Charlie“) hat mit viel Aufwand und neuen Ideen ein ganz anderen Film geschaffen.
Die Apokalypse ist passiert. Skynet hat 2004 die Welt in einem nuklearen Krieg zerstört. Wir befinden uns im Jahre 2018. Der letzte ultimative Kampf der Menschen gegen die Maschine hat begonnen. John Connors (Christian Bale) wird, wie in der Prophezeiung angekündigt, der Anführer des Widerstandes.
Er begegnet dem geheimnisvollen Marcus Wright (Sam Worthington). Er hat drei Morde begangen und wurde zum Tode verurteilt. Im Todestrakt überredet Dr. Serena Kogen (Helena Bonham Carter) ihn, seinen Körper der Forschung zur Verfügung zu stellen.
Das Einzige, an das dieser sich erinnern kann, ist, dass er zum Tode verurteilt wurde – danach fehlt Marcus jegliche Erinnerung,
bis er in dieser fremden, lebensfeindlichen Welt aufwachte.
Ist Marcus aus der Zukunft gesandt worden, um den Widerstand zu infiltrieren? Oder ist er aus der Vergangenheit gerettet worden? Connor muss sich entscheiden, ob er dem geheimnisvollen Fremden vertrauen kann. In der Zwischenzeit entwickelt Skynet neue Strategien und bereitet den finalen Vernichtungsschlag vor. Zusammen mit Marcus muss sich John Connor im direkten Kampf gegen Skynet stellen – und dabei decken sie jenes schreckliche Geheimnis auf, das hinter dem möglichen Ende der gesamten Menschheit steht…
Es wimmelt nur so von technischem Equipment. Alle möglichen Varianten von Terminatoren bevölkern die Leinwand. Skynet bietet sein ganzes Arsenal an Maschinen auf, um die Menschheit auszurotten. T- 600, der Vorgänger T-800. Dazu die Hunter Killer, die ein bisschen aussehen als seien sie bei Starwars übriggeblieben. Und nicht zu vergessen der Harvester. Eine Maschine die Menschen einsammelt und ins Hauptquartier von Skynet bringt.
Als kleiner Gag erscheint ein Terminator mit den Gesichtszügen von Arnie im Showdown. Insgesamt ein technisch aufwendiger, aber brillant digital umgesetzter Kriegsfilm. Und bei soviel Maschinen stellt man sich die Frage, wozu braucht man noch Schauspieler? Wie heißt es so schön zum Schluss. Wir haben die Schlacht gewonnen, aber der Krieg ist noch nicht beendet. Soll heißen T 5 kommt bestimmt.
115 Minuten – eine ohrenbetäubende Apokalypse.
Ab 04. Juni 2009 im KINO.
Kurzkritik
Im seit Monaten herbeigesehnten vierten Teil der "Terminator"-Reihe führt Christian Bale als John Connor den Widerstand gegen das Computernetzwerk "Skynet" an. Doch der Film bleibt hinter den Erwartungen zurück: Zum ersten Mal seit Längerem bin ich etwas enttäuscht aus dem Kino gegangen.
Los Angeles im Jahr 2018: Nach dem Angriff des Widerstands auf eine "Skynet"-Basis steigt Marcus Wright (Sam Worthington) desorientiert aus den Trümmern. Er kann sich nur noch daran erinnern, wie er 2003 in der Todeszelle saß und sich auf ein mysteriöses Experiment der Cyberdyne-Wissenschaftlerin Dr. Serena Kogan (Helena Bonham Carter) eingelassen hat. Doch nun bietet sich ihm ein Bild des Schreckens: Die einstige Millionen-Metropole L.A. besteht nur noch aus Ruinen, und von der menschlichen Zivilisation fehlt jede Spur. Bei seinem Streifzug durch die zerstörte Stadt trifft Marcus auf den jungen Kyle Reese (Anton Yelchin), der ihn darüber aufklärt, was in den letzten Jahren geschehen ist. Das militärische Abwehrsystem "Skynet" hat ein eigenes Bewusstsein entwickelt und bei einem Nuklearschlag - bekannt als der Tag des Jüngsten Gerichts - drei Milliarden Menschen getötet. Nun führt das Computersystem mithilfe zahlreicher Maschinen einen erbitterten Krieg gegen die letzten Überlebenden.
Als Marcus und Kyle erfahren, dass ein gewisser John Connor (Christian Bale) den Widerstand gegen "Skynet" anführt, machen sie sich auf die Suche nach ihm. Bei dem Angriff eines "Menschensammlers" - eine riesige Maschine, die von dem Computerbewusstsein gesteuert wird - werden die beiden Männer jedoch getrennt: Während Kyle in die "Skynet"-Zentrale nach San Francisco verfrachtet wird, kann Marcus fliehen - und trifft wenig später auf die Widerstandskämpferin Blair Williams (Moon Bloodgood), die ihn in das Lager von John Connor und dessen Frau Kate (Bryce Dallas Howard) mitnimmt. Als John dann von Marcus erfährt, dass Kyle Reese in der Gewalt von "Skynet" ist, gibt es für ihn nur eine Wahl: Er muss in das Hauptquartier eindringen und Kyle befreien, denn sonst kann er ihn später nicht ins Jahr 1984 zurückschicken - diese Zeitreise ist notwendig, damit Kyle in der Vergangenheit auf Sarah Connor trifft und zu Johns Vater wird. Aber Marcus Wright birgt ein dunkles Geheimnis in sich, und John ist sich nicht sicher, ob er ihm trauen kann...
Als großer Fan der ersten Trilogie - besonders der Teile eins und zwei - bin ich mit recht hohen Erwartungen ins Kino gegangen, wurde dann aber doch in vielen Punkten enttäuscht. Aus dem äußerst atmosphärischen und von seinen Figuren getragenen Zukunftsszenario ist ein beliebiges Action-Spektakel geworden, das weder wirkliche Tiefe enthält noch irgendeine Form von Charakterentwicklung zeigt. Das ist besonders schade, da nicht nur der postapokalyptische Rahmen ungeheuer viele Möglichkeiten für eine im Kern zutiefst menschliche Geschichte bietet, sondern mit Christian Bale ("Prestige", "Todeszug nach Yuma", "The Dark Knight") auch ein erstklassiger Schauspieler für eine Rolle besetzt wurde, die vor Konfliktpotenzial nur so strotzt.
Wie kommt John Connor damit klar, dass ihm seine Mutter von klein auf immer wieder gesagt hat, dass er die letzte Hoffnung für die Menschheit ist und nur durch ihn der Widerstand den Sieg über "Skynet" erlangen kann? Kommen ihm da nicht manchmal Zweifel, ob er dieser Rolle gewachsen ist? Gibt es niemanden, der von sich selbst denkt, dass er für diese Aufgabe besser geeignet ist? Warum akzeptiert jeder John Connor als Anführer? Wie hat er das Vertrauen der Menschen gewonnen? Diese Aspekte werden in "Terminator: Die Erlösung" leider nicht mal ansatzweise thematisiert. Dabei sind es genau solche Fragen, die die Charaktere für den Zuschauer greifbar werden lassen - und die einen Film lebendig halten. John Connor ist hier einfach viel zu selbstverständlich der geborene Widerstandskämpfer. Auch ist die Bedrohung durch die Maschinen und die zahlreichen Cyborgs in diesem Teil nie wirklich spürbar. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass hier die Zukunft der gesamten Menschheit auf dem Spiel steht - das wurde in den Vorgängern sehr viel eindringlicher vermittelt.
Was mich jedoch am meisten gestört hat, ist das ungenutzte Potenzial der Figur Kate Connor, die von Bryce Dallas Howard ("The Village", "Das Mädchen aus dem Wasser", "Spider-Man 3") gespielt wird. Johns in "Terminator 3: Rebellion der Maschinen" eingeführte Frau - damals wurde sie von Claire Danes verkörpert und hieß noch Kate Brewster - ist hier bestenfalls schmückendes Beiwerk. Weder sagt sie irgendwas Bedeutendes - na ja, im Grunde genommen hat im ganzen Film nie jemand irgendwas Bedeutendes gesagt -, noch trägt sie in irgendeiner Form zur Handlung bei.
Warum hat man beispielsweise nicht einfach Kate von "Skynet" entführen lassen? Das hätte dem Ganzen deutlich mehr Dramatik verliehen - und John zusätzlich ein viel persönlicheres Motiv für seinen Kampf gegen das Computernetzwerk gegeben. Denn dass er seine schwangere Frau vor den Maschinen beschützen will und sich dadurch zu einem erbarmungslosen Kämpfer entwickelt, wäre sehr viel nachvollziehbarer. Hätte man "Skynet" das ungeborene Kind oder gar Kate umbringen lassen, wäre das für die weitere Psychologisierung der Figur ebenfalls deutlich hilfreicher gewesen. Denn durch diesen enormen Verlust könnte bei John der innere Antrieb entstehen, "Skynet" um jeden Preis zu vernichten. Und letztendlich würde er sich aus diesem Willen heraus zum besten Widerstandskämpfer entwickeln, der die Rebellion mit aller Entschlossenheit zum Sieg führt.
Obwohl dem Film vor allem die Figurenzeichnung fehlt, und er auch nicht frei ist von Ungereimtheiten - beispielsweise könnte "Skynet" doch einfach den gefangenen Kyle Reese töten, um so die Geburt John Connors zu verhindern -, bietet "Terminator: Die Erlösung" dennoch solide Unterhaltung ohne Längen. Dabei überzeugen hauptsächlich die gelungene Endzeit-Atmosphäre und die wirklich grandios inszenierten Actionsequenzen. Gerade bei den Szenen in der ersten Hälfte, in denen sich Marcus und Kyle auf die Suche nach John begeben, oder auch bei der spektakulären Truck-Verfolgungsjagd hat Regisseur McG ("3 Engel für Charlie") ganze Arbeit geleistet.
Ebenso erfreulich ist das Schauspiel von Newcomer Sam Worthington, der mit "Terminator: Die Erlösung" seinen internationalen Durchbruch geschafft haben dürfte. Aus seiner Rolle des Marcus Wright, die übrigens die interessanteste des Films ist, holt er wirklich alles raus, was das recht bescheidene Drehbuch zulässt. Gleiches gilt für Anton Yelchin, der hier den jungen Kyle Reese spielt und jüngst in "Star Trek" eine kleine Rolle als Pavel Chekov hatte. Auch er liefert sehr gutes Schauspiel, von dem man in Zukunft gerne mehr sehen würde.
Sehr gefallen haben mir zudem die Wahrung der Kontinuität und die vielen Anspielungen auf die vorherigen Teile. Neben bekannten Sprüchen wie "Komm mit, wenn du leben willst." oder "Ich komme wieder." ist ein besonderer Höhepunkt des Films der Auftritt des Terminator T-800 vom Typ 101 - per Computeranimation hat man dazu das Gesicht von Arnold Schwarzenegger in die Szene integriert. Und es sieht sogar relativ gut aus. Musikalisch unterlegt ist dieser kleine "Gastauftritt" zudem mit Brad Fiedels markantem "Terminator"-Thema.
Alles in allem ist "Terminator: Die Erlösung" weder Fisch noch Fleisch. Zwar kommt das Zwischenmenschliche viel zu kurz, John Connors persönliche Motivation wird nicht herausgearbeitet, und an die extrem packenden Szenen des zweiten Teils kommt der Film auch nie heran, aber irgendwie unterhält er einen doch die ganze Zeit über und ist nie langweilig. Als reiner Actionfilm würde er daher deutlich besser funktionieren. Aber wenn "Terminator" draufsteht, dann erwartet man eben auch, dass "Terminator" drin ist. Und dazu gehören sowohl eine gute Geschichte als auch überzeugende Charaktere.
Dass man ein Franchise durch die stimmige Mischung aus vertrauten Elementen und frischen Ideen erfolgreich neu beleben kann, haben Filme wie "Batman Begins", "James Bond - Casino Royale" oder "Star Trek" längst bewiesen. "Terminator: Die Erlösung" reiht sich in diese Aufzählung leider nicht mit ein. Aber vielleicht wird's ja mit dem nächsten Teil besser. Denn - und das sind zwei gar nicht mal schlechte Gedanken aus dem Film - jeder hat eine zweite Chance verdient, und die Zukunft ist das, was man daraus macht. Also liebe Produzenten und Drehbuchautoren: Mit "Terminator 5" erhaltet ihr eure zweite Chance. Macht aber bitte auch was daraus.
Fazit: "Terminator: Die Erlösung" bleibt hinter den Erwartungen zurück und bietet lediglich gut inszeniertes Popcornkino ohne Tiefgang oder Figurenentwicklung.
Los Angeles im Jahr 2018: Nach dem Angriff des Widerstands auf eine "Skynet"-Basis steigt Marcus Wright (Sam Worthington) desorientiert aus den Trümmern. Er kann sich nur noch daran erinnern, wie er 2003 in der Todeszelle saß und sich auf ein mysteriöses Experiment der Cyberdyne-Wissenschaftlerin Dr. Serena Kogan (Helena Bonham Carter) eingelassen hat. Doch nun bietet sich ihm ein Bild des Schreckens: Die einstige Millionen-Metropole L.A. besteht nur noch aus Ruinen, und von der menschlichen Zivilisation fehlt jede Spur. Bei seinem Streifzug durch die zerstörte Stadt trifft Marcus auf den jungen Kyle Reese (Anton Yelchin), der ihn darüber aufklärt, was in den letzten Jahren geschehen ist. Das militärische Abwehrsystem "Skynet" hat ein eigenes Bewusstsein entwickelt und bei einem Nuklearschlag - bekannt als der Tag des Jüngsten Gerichts - drei Milliarden Menschen getötet. Nun führt das Computersystem mithilfe zahlreicher Maschinen einen erbitterten Krieg gegen die letzten Überlebenden.
Als Marcus und Kyle erfahren, dass ein gewisser John Connor (Christian Bale) den Widerstand gegen "Skynet" anführt, machen sie sich auf die Suche nach ihm. Bei dem Angriff eines "Menschensammlers" - eine riesige Maschine, die von dem Computerbewusstsein gesteuert wird - werden die beiden Männer jedoch getrennt: Während Kyle in die "Skynet"-Zentrale nach San Francisco verfrachtet wird, kann Marcus fliehen - und trifft wenig später auf die Widerstandskämpferin Blair Williams (Moon Bloodgood), die ihn in das Lager von John Connor und dessen Frau Kate (Bryce Dallas Howard) mitnimmt. Als John dann von Marcus erfährt, dass Kyle Reese in der Gewalt von "Skynet" ist, gibt es für ihn nur eine Wahl: Er muss in das Hauptquartier eindringen und Kyle befreien, denn sonst kann er ihn später nicht ins Jahr 1984 zurückschicken - diese Zeitreise ist notwendig, damit Kyle in der Vergangenheit auf Sarah Connor trifft und zu Johns Vater wird. Aber Marcus Wright birgt ein dunkles Geheimnis in sich, und John ist sich nicht sicher, ob er ihm trauen kann...
Als großer Fan der ersten Trilogie - besonders der Teile eins und zwei - bin ich mit recht hohen Erwartungen ins Kino gegangen, wurde dann aber doch in vielen Punkten enttäuscht. Aus dem äußerst atmosphärischen und von seinen Figuren getragenen Zukunftsszenario ist ein beliebiges Action-Spektakel geworden, das weder wirkliche Tiefe enthält noch irgendeine Form von Charakterentwicklung zeigt. Das ist besonders schade, da nicht nur der postapokalyptische Rahmen ungeheuer viele Möglichkeiten für eine im Kern zutiefst menschliche Geschichte bietet, sondern mit Christian Bale ("Prestige", "Todeszug nach Yuma", "The Dark Knight") auch ein erstklassiger Schauspieler für eine Rolle besetzt wurde, die vor Konfliktpotenzial nur so strotzt.
Wie kommt John Connor damit klar, dass ihm seine Mutter von klein auf immer wieder gesagt hat, dass er die letzte Hoffnung für die Menschheit ist und nur durch ihn der Widerstand den Sieg über "Skynet" erlangen kann? Kommen ihm da nicht manchmal Zweifel, ob er dieser Rolle gewachsen ist? Gibt es niemanden, der von sich selbst denkt, dass er für diese Aufgabe besser geeignet ist? Warum akzeptiert jeder John Connor als Anführer? Wie hat er das Vertrauen der Menschen gewonnen? Diese Aspekte werden in "Terminator: Die Erlösung" leider nicht mal ansatzweise thematisiert. Dabei sind es genau solche Fragen, die die Charaktere für den Zuschauer greifbar werden lassen - und die einen Film lebendig halten. John Connor ist hier einfach viel zu selbstverständlich der geborene Widerstandskämpfer. Auch ist die Bedrohung durch die Maschinen und die zahlreichen Cyborgs in diesem Teil nie wirklich spürbar. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass hier die Zukunft der gesamten Menschheit auf dem Spiel steht - das wurde in den Vorgängern sehr viel eindringlicher vermittelt.
Was mich jedoch am meisten gestört hat, ist das ungenutzte Potenzial der Figur Kate Connor, die von Bryce Dallas Howard ("The Village", "Das Mädchen aus dem Wasser", "Spider-Man 3") gespielt wird. Johns in "Terminator 3: Rebellion der Maschinen" eingeführte Frau - damals wurde sie von Claire Danes verkörpert und hieß noch Kate Brewster - ist hier bestenfalls schmückendes Beiwerk. Weder sagt sie irgendwas Bedeutendes - na ja, im Grunde genommen hat im ganzen Film nie jemand irgendwas Bedeutendes gesagt -, noch trägt sie in irgendeiner Form zur Handlung bei.
Warum hat man beispielsweise nicht einfach Kate von "Skynet" entführen lassen? Das hätte dem Ganzen deutlich mehr Dramatik verliehen - und John zusätzlich ein viel persönlicheres Motiv für seinen Kampf gegen das Computernetzwerk gegeben. Denn dass er seine schwangere Frau vor den Maschinen beschützen will und sich dadurch zu einem erbarmungslosen Kämpfer entwickelt, wäre sehr viel nachvollziehbarer. Hätte man "Skynet" das ungeborene Kind oder gar Kate umbringen lassen, wäre das für die weitere Psychologisierung der Figur ebenfalls deutlich hilfreicher gewesen. Denn durch diesen enormen Verlust könnte bei John der innere Antrieb entstehen, "Skynet" um jeden Preis zu vernichten. Und letztendlich würde er sich aus diesem Willen heraus zum besten Widerstandskämpfer entwickeln, der die Rebellion mit aller Entschlossenheit zum Sieg führt.
Obwohl dem Film vor allem die Figurenzeichnung fehlt, und er auch nicht frei ist von Ungereimtheiten - beispielsweise könnte "Skynet" doch einfach den gefangenen Kyle Reese töten, um so die Geburt John Connors zu verhindern -, bietet "Terminator: Die Erlösung" dennoch solide Unterhaltung ohne Längen. Dabei überzeugen hauptsächlich die gelungene Endzeit-Atmosphäre und die wirklich grandios inszenierten Actionsequenzen. Gerade bei den Szenen in der ersten Hälfte, in denen sich Marcus und Kyle auf die Suche nach John begeben, oder auch bei der spektakulären Truck-Verfolgungsjagd hat Regisseur McG ("3 Engel für Charlie") ganze Arbeit geleistet.
Ebenso erfreulich ist das Schauspiel von Newcomer Sam Worthington, der mit "Terminator: Die Erlösung" seinen internationalen Durchbruch geschafft haben dürfte. Aus seiner Rolle des Marcus Wright, die übrigens die interessanteste des Films ist, holt er wirklich alles raus, was das recht bescheidene Drehbuch zulässt. Gleiches gilt für Anton Yelchin, der hier den jungen Kyle Reese spielt und jüngst in "Star Trek" eine kleine Rolle als Pavel Chekov hatte. Auch er liefert sehr gutes Schauspiel, von dem man in Zukunft gerne mehr sehen würde.
Sehr gefallen haben mir zudem die Wahrung der Kontinuität und die vielen Anspielungen auf die vorherigen Teile. Neben bekannten Sprüchen wie "Komm mit, wenn du leben willst." oder "Ich komme wieder." ist ein besonderer Höhepunkt des Films der Auftritt des Terminator T-800 vom Typ 101 - per Computeranimation hat man dazu das Gesicht von Arnold Schwarzenegger in die Szene integriert. Und es sieht sogar relativ gut aus. Musikalisch unterlegt ist dieser kleine "Gastauftritt" zudem mit Brad Fiedels markantem "Terminator"-Thema.
Alles in allem ist "Terminator: Die Erlösung" weder Fisch noch Fleisch. Zwar kommt das Zwischenmenschliche viel zu kurz, John Connors persönliche Motivation wird nicht herausgearbeitet, und an die extrem packenden Szenen des zweiten Teils kommt der Film auch nie heran, aber irgendwie unterhält er einen doch die ganze Zeit über und ist nie langweilig. Als reiner Actionfilm würde er daher deutlich besser funktionieren. Aber wenn "Terminator" draufsteht, dann erwartet man eben auch, dass "Terminator" drin ist. Und dazu gehören sowohl eine gute Geschichte als auch überzeugende Charaktere.
Dass man ein Franchise durch die stimmige Mischung aus vertrauten Elementen und frischen Ideen erfolgreich neu beleben kann, haben Filme wie "Batman Begins", "James Bond - Casino Royale" oder "Star Trek" längst bewiesen. "Terminator: Die Erlösung" reiht sich in diese Aufzählung leider nicht mit ein. Aber vielleicht wird's ja mit dem nächsten Teil besser. Denn - und das sind zwei gar nicht mal schlechte Gedanken aus dem Film - jeder hat eine zweite Chance verdient, und die Zukunft ist das, was man daraus macht. Also liebe Produzenten und Drehbuchautoren: Mit "Terminator 5" erhaltet ihr eure zweite Chance. Macht aber bitte auch was daraus.
Fazit: "Terminator: Die Erlösung" bleibt hinter den Erwartungen zurück und bietet lediglich gut inszeniertes Popcornkino ohne Tiefgang oder Figurenentwicklung.
Kurzkritik
McG (Joseph Mc Ginty) ist nun einmal kein James Cameron, und es stellt sich uns die Frage, was letzterer wohl aus dieser Story gemacht hätte. Dem Typen mit der merkwürdigen Abkürzung wollen die Schuhe des grossen Vorgängers denn auch einfach nicht passen, aber daran musste schon 2003 Jonathan Mostow mit „Terminator 3“ kläglich scheitern. Dieser erste Teil einer, geplanten, neuen Triologie wirkt zudem auch noch wie das Werk eines völlig anderen. Den plotarmen Streifen dominieren, zugegebener Maßen, grandiose Actionsequenzen, die fatal an ein Michael Bay-Movie erinnern. Nun darf man dem Director für einen derartigen Fauxpax nicht alleine die Schuld geben. John D. Brancato und Michael Ferris beuten für ihr Drehbuch alles aus, was in den letzten Jahren das Kino zum Beben brachte; wir finden, unter anderem, „Transformers/07“ ebenso wie George Millers „Mad Max/79“.
Bei allem Spass an durchgestylten FX fehlt dann einfach der leicht philosophische Aspekt aus den beiden Cameron-Teilen.Christian Bale geht als John Connor in dieser optischen Raffinesse keineswegs unter, er macht, erwartungsgemäss, einen guten Job; sein Verdienst also, dass kein Mensch Arnold Schwarzenegger vermisst, denn der englische Kultstar geht seine Heldenfigur tatsächlich so souverän an, als wäre der Charakter extra für ihn erfunden worden. Sam Worthington, der den suchenden Marcus Wright gibt, ist Bale fast ebenbürtig. Sein „Cyborg-Outing“ kommt allerdings kaum überraschend, schon recht früh ahnt der Zuschauer, dass Wright eigentlich kein Mensch mehr sein kann. Bryce Dallas Howard(Spiderman3/2007) ist Kate Connor und, weil diesem Charakter die notwendige Präsenz fehlt, als solche entbehrlich. Moon Bloodgood (Pathfinder/2007)soll offentsichtlich einen Sarah Connor-Part erfüllen, Arnies kurzer CGI-Auftritt hat einen leicht bemühten Touch und wirkt nie anders als ein Effekt.
Desweiteren erweist uns Jane Alexander, in einer Nebenrolle, die Ehre. Die alte Dame hat ja bekanntlich in solchen Perlen wie Alan J. Pakulas "Die Unbestechlichen/1976"
schon bessere Zeiten gesehen.
Das, was schliesslich als Erzählung übrig bleibt, muss im 115 Minuten-Stechschritt absolviert werden. Da taucht sie wieder auf, die Frage:“Was hätte Cameron daraus gemacht?“ Sorry, Mr. Mc Ginty…..
Bei allem Spass an durchgestylten FX fehlt dann einfach der leicht philosophische Aspekt aus den beiden Cameron-Teilen.Christian Bale geht als John Connor in dieser optischen Raffinesse keineswegs unter, er macht, erwartungsgemäss, einen guten Job; sein Verdienst also, dass kein Mensch Arnold Schwarzenegger vermisst, denn der englische Kultstar geht seine Heldenfigur tatsächlich so souverän an, als wäre der Charakter extra für ihn erfunden worden. Sam Worthington, der den suchenden Marcus Wright gibt, ist Bale fast ebenbürtig. Sein „Cyborg-Outing“ kommt allerdings kaum überraschend, schon recht früh ahnt der Zuschauer, dass Wright eigentlich kein Mensch mehr sein kann. Bryce Dallas Howard(Spiderman3/2007) ist Kate Connor und, weil diesem Charakter die notwendige Präsenz fehlt, als solche entbehrlich. Moon Bloodgood (Pathfinder/2007)soll offentsichtlich einen Sarah Connor-Part erfüllen, Arnies kurzer CGI-Auftritt hat einen leicht bemühten Touch und wirkt nie anders als ein Effekt.
Desweiteren erweist uns Jane Alexander, in einer Nebenrolle, die Ehre. Die alte Dame hat ja bekanntlich in solchen Perlen wie Alan J. Pakulas "Die Unbestechlichen/1976"
schon bessere Zeiten gesehen.
Das, was schliesslich als Erzählung übrig bleibt, muss im 115 Minuten-Stechschritt absolviert werden. Da taucht sie wieder auf, die Frage:“Was hätte Cameron daraus gemacht?“ Sorry, Mr. Mc Ginty…..
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