Plakat TintenherzTintenherz | Originaltitel: Inkheart | Produktion: Deutschland, Italien, Großbritannien, USA 2008 | Dauer: 106 Minuten | Besucher: 5194
Starttermin: Starttermin, Deutschland: 11.12.2008
Genres: Abenteuer, Familie, Fantasy
Bewertungen: Audrey: 6.5 | dreamfall: 5.5 | chifan: 5.0 | Anaijavi: 5.0 | a.g.wells: 4.0

Bewertungsübersicht:
Gesamteindruck: 5.2 (5)

Cast: Crew:
Brendan FraserMo 'Silvertongue' Folchart
Sienna GuilloryResa
Eliza BennettMeggie Folchart
Richard StrangeAntiquarian Bookshop Owner
Paul BettanyDustfinger
Matt KingCockerell
Steve SpeirsFlatnose
Jamie ForemanBasta
Andy SerkisCapricorn
Helen MirrenElinor Loredan
Regisseur
Iain Softley
Produzent
Cornelia Funke
Ileen Maisel
Diana Pokorny
Iain Softley
Filmmusik
Javier Navarrete
Drehbuch
David Lindsay-Abaire
Buch
Cornelia Funke
Kamera
Roger Pratt

Autor: a.g.wells | 11.12.2008 - 16:17:50
Kurzkritik
J.K.Rowling hat es mit ihren Harry Potter Romanen vorgemacht, wie man mit viel Fantasie Kasse machen kann. Auf diesen Spuren wandelt jetzt Cornelia Funke. Ob ihre „Tintenherz-Reihe“ hier anknüpfen kann, wird sich zeigen. Der Anfang ist gemacht. „Tintenherz“ kommt ebenfalls ins KINO.

Mortimer „Mo“ Folchart (Brendan Fraser) und seine zwölfjährige Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) begeistern sich für Bücher. Und beide können die Figuren aus diesen Büchern zum Leben erwecken, wenn sie laut daraus vorlesen. Doch diese außergewöhnliche Gabe ist nicht ungefährlich: Immer wenn eine Romanfigur den Seiten entsteigt, muss ein realer Mensch in ihnen verschwinden.


Als die beiden wieder einmal ein Antiquariat aufsuchen, vernimmt Mo Stimmen, wie er sie seit Jahren nicht mehr gehört hat. Und als er das Buch aufspürt, aus dem sie stammen, läuft es ihm kalt den Rücken hinunter: Genau dieses Buch namens „Tintenherz“ mit seinen Illustrationen von mittelalterlichen Burgen und seltsamen Wesen sucht Mo, seit Meggie drei Jahre alt war – damals nämlich ist ihre Mutter Resa (Sienna Guillory) in dieser mystischen Welt verschwunden.


Mithilfe des Buches will Mo Resa nun finden und befreien, doch sein Plan wird vom bösen „Tintenherz“-Schurken Capricorn (Andy Serkis) vereitelt, der Meggie entführt. Als Capricorn entdeckt, dass sie die Gabe ihres Vaters geerbt hat, verlangt er, dass sie seinen mächtigsten Verbündeten zum Leben erweckt – den Schatten. Um seine Tochter zu retten und die Buchfiguren in die ihnen angestammte Welt zu verbannen, bittet Mo eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus der realen Welt und aus dem Zauberreich um Hilfe: Gemeinsam machen sie sich auf, um unerschrocken und unter großen Gefahren Ordnung zu schaffen.

Eines einmal vorweg. Wer die Fantasiestreifen wie „Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ als Maßstab zugrunde legt, der wird sicher enttäuscht sein. Dazu ist dieser Streifen zu brav und bieder, obwohl er erst ab 12 Jahren freigegeben wird. Und auch die technische Umsetzung wechselt zwischen brillant und laienhaft.

Die Rollenbesetzung kann man als gelungen bezeichnen. Nur Eliza Hope Bennett die die zwölfjährige Meggie spielt ist dagegen vom Alter her ein klarer Fehlgriff. So sieht auch heute kein Mädchen dieses Alters aus.

Man wird sehen ob die vielen Leser des Buches ihre Fantasie in diesem Film wiederfinden.

106 Minuten – falls man über Weihnachten nichts anderes vorhat.



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Audrey: Besser das Buch nicht gelesen haben erstellt am: 07.05.2009 - 18:26:13
Klar, das kann man bei fast jeder Literaturverfilmung sagen, hat man sich doch die Figuren zumeist ganz anders vorgestellt und die Änderungen der Handlung sind auch hier so irritierend wie fast immer.

Die filmische Umsetzung des Herauslesens fand ich allerdings recht schön. Und das ist ja ein Hauptreiz der Geschichte. Spannend ist der Film auch. Insofern kann man ihn nicht als mißlungen bezeichnen.

Den Eindruck einer gelungener Besetzung kann ich allerdings nun gar nicht teilen.
Ulkigerweise paßt Meggie meines Erachtens noch am ehesten, wenn man sich erst mal an die Haarfarbe gewöhnt hat. An Paul Bettany als Staubfinger und den Farid-Darsteller kann man sich mit der Zeit auch gewöhnen.
Zu welcher Zeit die Geschichte tatsächlich spielen soll, bleibt übrigens auch im Buch offen.
Jim Broadbent ist ein guter Fenoglio, auch wenn seine Enkel fehlen.
Die Bösewichte mögen vielleicht etwas überzeichnet wirken, aber das ist für Figuren aus einem eher klassischen Fantasybuch völlig in Ordnung - Capricorn und Basta sind stimmig, könnten aus dem Buch sein.

ABER:
Nun erzähl mir nicht, du nimmst Brendon Fraser den Buchbinder ab - meiner Meinung nach die schlimmste Fehlbesetzung des Films. Abgesehen davon hat er eben so gar nichts von Mo.
So sehr ich Helen Mirren schätze und sie spielt auch wirklich gut, so hat sie mit Elinor doch so viel gemein wie Resa mit Mortola, die zweitschlimmste Fehlbesetzung also für mich. Das fällt aber wahrscheinlich nur auf, wenn man das Buch kennt.


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